Rund 200 Schulkinder wurden beim AOK-Handballtag an der Waldschule zu kleinen Handballfans Früh übt sich, wer ein Meister werden will

Auch das Wurftraining war eines der vielen Trainingseinheiten beim AOK-Handballtag. Foto: m

Obertshausen (m) – Nicht für die Noten, für das Leben lernen sie. Die viel zitierte Weisheit nimmt sich Nicola Doschek zu Herzen, die Leiterin des Fachbereichs Sport an der Waldschule bemüht sich permanent um externe Kräfte und bewirbt sich um Projekte, um die Hausener Grundschüler für verschiedene sportliche Aktivitäten zu begeistern. In der vergangenen Woche weckte sie zusammen mit zwei Vereinstrainern das Interesse am Handball. Die Pädagogin hatte sich dazu an einem Preisausschreiben beteiligt. Der Deutsche Handballbund möchte seine Sportart bekannter machen und lobte mit der Krankenkasse AOK einen Aktionstag aus, den Besuch eines namhaften Spielers. „Das hat zwar nicht geklappt“, berichtet die Lehrerin, „dafür hat uns der Hessische Handballverband zur HSG vermittelt.“ Von der Handballsportgemeinschaft Obertshausen-Heusenstamm kamen gleich zwei erfahrene Trainer und entzündeten bei allen acht dritten und vierten Klassen an der Brückenstraße das Feuer für ihre Sportart. Robin Spengler und Stefan Scheibe hatten sich eigens für den Unterricht frei genommen und an den zwei Tagen jeweils bis zum frühen Nachmittag fast 200 Kinder in ihr Hobby eingewiesen. Jede Doppelstunde begann mit einem Koordinationstraining und einem kleinen Parcours, bei dem es sowohl um Zeit als auch um Technik und Genauigkeit ging. Als nächstes machten sich die Kinder mit der Wurftechnik vertraut. Der Ball sollte unterhalb der rechte oberen Ecke ins Tor gelangen. Dazu haben die Übungsleiter Fahrradreifen aufgehängt. Auch am unteren Pfosten werden im Handball oft Treffer erzielt. Darum hatte das Duo an diese Stellen Turnkästen postiert, an die der Ball prallen sollte. Den Abschluss der Einheit bildete ein kleines Spiel. Als Tore dienten die blauen Bodenmatten, davor postierte sich ein Torwart, das zweite Mitglied eines jeden Duetts versuchte von der Mittellinie aus, den Ball an die gegnerische Matte zu bringen. „Handball ist bei den Schülern eher unbekannt“, erklärte Sport-Pädagogin Doschek. So verfügen sie in der Halle gar nicht über die passenden Spielgeräte für Junioren.

Dafür pflegen die Fachlehrer auch Kontakte zur Rugbyabteilung der benachbarten Turngesellschaft, empfingen bereits Feld-Hockey-Spieler und probierten mehrmals Basketball aus dem Rollstuhl. Ziel sei es, dass die jungen Hausener auch außerhalb des Unterrichts Spaß an der Bewegung erfahren.

Schließlich erhielten auch die Schüler der 4a von Katharina Heinl T-Shirts zur Erinnerung an den Aktionstag, einen Spielpass und eine Urkunde. Dazu bezogen alle Aufstellung für ein Gruppenfoto.

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