Kappenabend der Elf Babbscher begeistert „Die fünfte Jahreszeit in Obertshausen neu erfunden“

An abwechslungsreichen Tanzeinlagen mangelte es beim Kappenabend der Babbscher nicht. Die Tanzgruppen präsentierten eine tolle Show. Foto: m

Obertshausen (m) – Nach der elften Kampagne sind alle Zweifel zerstreut. „Die Elf Babbscher“ (DEB) haben sich die Pflege fastnachtlicher Bräuche auf die vierfarbigen Fahnen geschrieben und zugleich die „Fünfte Jahreszeit“ neu erfunden. Davon zeugen auch die Kappenabende, die zweimal als farbenprächtige Partys mit anspruchsvollem Programm im Bürgerhaus stiegen.

Die aufwendige Ausstattung aller Räume vom roten Teppich bis zum Spieltisch im Foyer, professionelle Licht- und Ton-Technik erforderte nicht nur bereitwillige Sponsoren, sondern auch ein enormes Engagement bei Auf- und Abbau. Das Publikum liebt den üppigen Stil, bejubelt die Darbietungen mit viel Applaus und eifrigem Mittun.

Auch bei den erfahrenen Narren aus der Nachbarschaft haben sich die Obertshausener großen Respekt erworben, sie entsenden regelmäßig ihre Repräsentanten. Im Bürgerhaus versammeln sie sich mit Hofstaat auf der ursprünglichen Bühne, die als Loge hergerichtet ist. Festlich spielen sich Vorsitzender Andreas Murmann und Conferencier Sebastian Leinweber den Ball zu.

Erster in der Bütt’ ist Zweiter Vorsitzender Michael Schmitt. Mit Smoking und Fliege hatte er im Casino „Haus und Hof verloren“. Die Gier habe ihn gequält, jetzt sei ihm nur die Erinnerung geblieben: „Da ging ganz viel schief, diesmal hab’ ich’s echt verbockt“, doch auch für manch’ anderen war 2018 nicht so ein gutes Jahr. Schmitt erinnerte an einen Tankstellen-Überfall, nach dem der Pilot des Polizei-Hubschraubers nicht den Räuber, sondern einen Mann dingfest macht, der ihn mit einem Laserstrahl geblendet habe. Der Zocker zog noch über die Obertshäuser Mängel-Melder-App her, über den überfluteten Hartplatz im Sportzentrum, über Hessen mobil, Stuhlpläne in städtischen Sälen und Sicherheitsbedenken. Babbschers Regenten Matthias I. und Jutta I. beschrieben ihr „Casting von Tollitäten“, Bonbonweitwurf, Gruppenschunkeln, Reden schreiben und dichten. Doch die Mühen lohnten, denn „Comtesse und Baron zu sein ist ein Erlebnis für sich“, dankte das Ehepaar seinen zahlreichen Helfern.

Mit elf Kampagnen und zehn Jahren DEB-Verein sind Anne und Liese gealtert, Michael Möser und Oliver Murmann amüsierten als Putzfrauen, genossen Restalkohol, Mettbrötchen und Äppler im gemeinsam genutzten Gebiss. Die Noddebabbscher präsentierten Verstärkung, die ersten vier Bläser sind dabei, dazu klopften die Musiker mit unterschiedlich langen Plastikrohren bekannte Melodien. Das DEB-Rudel fand sich noch einmal im Dschungel wieder. Ex-Baron Chris Mayer als Ehefrau und Thorsten Heil als Mann landeten am Marterpfahl, im Kochtopf, dann als Häuptlinge an der Spitze des Stammes. Mit bedrohlichem Stampfen, eigener Sprache und in Tierfelle gehüllt wiegelten sie Lämmerspieler, Frauen und Kannibalen gegen sich auf. Das Programm der Kappenabende war wenig wortlastig, Blue Little Stars und Blue Magic Kids, die jüngsten Tanzgruppen, gaben die Marsch-Richtung vor. Die Blue Butterflies entführten mit „Tarzan“ in den Urwald, die Blue Blizzards warfen zu einer Polka die Beine, auch die Blue Diamonds pflegten den klassischen Gardetanz. Als Flugbegleiterinnen von „Babbscher Airlines“ gaben „Häuser Gretchen“ Anweisungen im Takt. Die Blue Blizzards begeisterten mit Pop und hatten eigens fürs Vereinsjubiläum einen sportlichen Showtanz einstudiert. Und selbst das Männerballett Rodaupiraten begeisterte mit akrobatischen Hebefiguren, Vorsitzender Andreas Murmann stellte als „Herr Rossi“ Stars von Elvis bis Patrick Swayze mit Wischmopp vor. In zwei großen Pausen spielte die renommierte Band Doctor Blond mit ihrer neuen Sängerin Inga Wolf. Ein anderer Wolf, der Baesecke aus Mühlheim, erfüllte die „Spielhölle“ mit Ballermann-Stimmung. Die schäumte über, als Publikum wie Musiker der Kapelle Icebreaker aus Offenbach auf Bühne und Tischen standen. Der lederanische Prinz Andreas I. wohnt nicht nur in Obertshausen, er leitet auch die Noddebabbscher und trommelte ein frenetisch gefeiertes Solo. Zum Finale ergoss sich ein showreifer Konfetti- und Luftballonregen über die Akteure.

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