Obertshäuser Mutter-Tochter-Gespann vergrößert Yogastudio Glücksschmiede erweitert sich

Martina Kaufer-Niederhüfner und Anne-Kathrin Niederhüfner können seit dem 1. Juli auf mehr Räumlichkeiten zurückgreifen. Foto: liz

Obertshausen (liz) – Dass ein jeder seines eigenen Glückes Schmied ist, ist gemeinhin bekannt. Mit ihrem Yogastudio „Glücksschmiede“ hat sich das Mutter-Tochter-Gespann aus Martina Kaufer-Niederhüfner und Anne-Kathrin Niederhüfner eben jenes Sprichwort zur Aufgabe gemacht. Im ersten Stockwerk des Bahnhofgebäudes in der Brühlstraße 6 haben sie vor zwei Jahren ihre Räumlichkeiten bezogen. Wer gestresst die Stufen zum Studio hinaufsteigt, schwebt sie meist gut gelaunt und entspannt wieder hinunter. „Yoga entspannt einfach total, aber es geht auch noch um mehr“, findet Anne-Kathrin Niederhüfner. Dieses „Mehr“ hat die beiden Frauen dazu veranlasst, das Studio zum ersten Juli zu vergrößern – und mit den Räumlichkeiten auch gleich das Team. Ab Juli geben Malwine Bieniara, Maahru Susan und Lena Onderka Kurse mit verschiedenen Schwerpunkten.

„Das war ein Haufen Zufälle, wie wir uns gefunden haben“, erläutert Kaufer-Niederhüfner die Suche nach neuen Kollegen, die eigentlich keine Suche war. Zufallsbegegnungen im Café Pur im Erdgeschoss taten dabei ihr Übriges. Yogalehrerin Malwine Bieniara erzählt: „Wir hatten alle schon einmal ein Auge auf die Räume geworfen.“ Sie hat zusammen mit Susan die Ausbildung zur Yoga-Lehrerin absolviert. Die beiden Obertshausenerinnen hatten allerdings nicht damit gerechnet, sich nach einem Jahr in einem gemeinsamen Studio wiederzusehen. „Uns war es wichtig, nicht nur jemanden zu finden, der die Miete mitfinanziert, sondern auch zu uns passt“, sagt Niederhüfner. Sie selbst hat sich mit der Glücksschmiede, die mehr ein gemütliches Wohnzimmer ist als ein steriles Studio, einen Traum erfüllt. „Mir schwebten immer alte Fabrikgebäude vor – aber erst in ein paar Jahren“, erinnert sich die 38-Jährige. Als sie vor zwei Jahren auf den alten Bahnhof gestoßen ist, habe sie sich „sofort verliebt“. Auch ihre Mutter erinnert sich an diesen Moment: „Wir standen hier drin und wussten genau, dass das ‚unsere Räume‘ sind.“

Die Tochter hat vor Kurzem ihre Ausbildung zur Heilpraktikerin beendet. Dieser Anstoß zur Erweiterung brachte eine ganze Palette neuer Möglichkeiten in den Obergeschossen des Bahnhofes mit sich. Pro Woche bietet das Team rund 20 Kurse an. „Manche von uns sind nur an bestimmten Tagen da, wir ergänzen uns da sehr gut“, findet Lena Onderka. Ihr Schwerpunkt ist das Vinyasa-Yoga, eine „kraftvollere“ Variante, die mit dem Klischee bricht, Yoga sei herumsitzen und meditieren. Letzterer Punkt – sich auf die eigene Mitte zu konzentrieren – ist dennoch das, was alle Lehrerinnen gemein haben. Sich auf den eigenen Atem und Körper zu konzentrieren, hat eine stressabbauende Wirkung. Bieniara fasst zusammen: „Jeder freut sich, wenn er Aufmerksamkeit geschenkt bekommt – das tut auch unser Körper.“

Neben Rücken-Yoga für gestresste Büroarbeiter über Klangschalentherapie zum Entspannen bis hin zum Kinder-Yoga kann das Team in der neuen Glückschmiede so ziemlich alles anbieten. Kaufer-Niederhüfner lehrt seit 20 Jahren Yoga und begleitete schon so manchen spannenden Fall. „Wenn man mit den Menschen arbeitet, erlebt man, wie sie sich von Mal zu Mal besser fühlen.“ Nach einer Schulteroperation oder einem Hörsturz – die Anliegen der Kunden sind so individuell wie die Menschen selbst. Dennoch ist der Tochter wichtig, dass das Yoga auch „begreifbar“ ist.

„Warum die Übungen Wirkung zeigen, hat ja schlicht anatomische Gründe“, informiert sie. Deshalb gehören zu den Kursen in der Glücksschmiede auch Theorieeinheiten.

Zurzeit bieten die Frauen Kurse im kleinen Rahmen an. Die Coronabeschränkungen haben sie nicht davon abgehalten, die Erweiterung in Angriff zu nehmen, im Gegenteil. „Wir merken, dass die Menschen gerade jetzt einen Ort zum Runterkommen brauchen“, begründet Niederhüfner. Auf gluecksschmiede-obertshausen.de informieren die Damen über den Kursplan und Schnupperworkshops.

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