Pfarrer Norbert Hofmann zelebriert Festgottesdienst für Johannes Paul II. Gottesdienst zum 100. Geburtstag

Im Gedenkgottesdienst zeigte Pfarrer Norbert Hofmann ein Bild des heiliggesprochenen Papstes aus tausend Teilen. Foto: m

Obertshausen (m) – Wer den heiliggesprochenen Papst Johannes Paul II. verehrt, den führt der Weg irgendwann in die St. Thomas-Morus-Kirche nach Obertshausen.

Seit 2014 beherbergt sie eine Blutreliquie des außergewöhnlich beliebten Pontifex’, der am 18. Mai 100 Jahre alt geworden wäre. Tags zuvor zelebrierte Pfarrer Norbert Hofmann einen Festgottesdienst in der Pilgerkirche, an dem wegen der Pandemie neben den Mitwirkenden allein die Pfarr- und Verwaltungsräte teilnahmen.

Der Pfarrer zeigt ein Bild des Papstes aus Polen in tausend Teilen: Die siebenjährige Mariella Geldner und ihre Mama Marianne legten ein Puzzle, das ein Foto des Heiligen ergab. Und wie die vielen Stücke des einen Ganzen habe jeder Christ ein eigenes Bild, eigene Erfahrungen mit Karol Wojtyla. „Er bleibt für immer in unseren Seelen“, meinte der Obertshausener Seelsorger.

Er traf den späteren Papst 37-mal, berichtete er. „Zuerst als er Kardinal von Krakau war und 1977 in Mainz die Ehrendoktorwürde entgegennahm und im Priesterseminar zu Gast war.“ Am 16. Oktober 1978 wurde er zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt und bekleidete das Amt am zweitlängsten, 26-einhalb Jahre, bis zu seinem Tod am 2. April 2005. Die Obertshausener trafen ihn auf Pilgerreisen und beim Jugendtag, blickte Pfarrer Hofmann zurück. „Das waren immer unvergessliche Glücksmomente.“

Zum Beispiel der Besuch im Vatikan im Oktober 2004 mit den „Musici di Roma“, die bei einer Audienz vor rund zehntausenden Gläubigen gespielt haben. Nach seinem Tod wurde Johannes Paul II. sehr rasch selig gesprochen. Der Patron der Politiker halte in allen Darstellungen die linke Hand ans Papstkreuz, beobachtete der Pfarrer, mit der rechter Hand grüßt er.

„Habt keine Angst, öffnet die Tore weit“, hieß es, als vor sechs Jahren der Privatsekretär des Papstes, Pater Adam Zak, die Reliquie zur „heiligen Verehrung“ nach Obertshausen brachte. „Die Reliquie ist mehr als ein Erinnerungsstück, sie ist Ausdruck des Glaubens an die Auferstehung“, betonte Hofmann.

Zum Ende der Messe war es dem langjährigen Verwaltungsrat Willi Höf ein inneres Anliegen, von seiner Heilung vom Lungenkrebs zu berichten. Die Krankheit kam „wie aus heiterem Himmel“, und laut der Ärzte hätte er sie nicht überleben können.

Die Genesung folgte völlig überraschend nach intensivem Beten, sagte der Bauunternehmer, der auch die Lourdes-Grotte am Pfarrhaus in der Franz-Liszt-Straße aufgebaut hat.

Den Gedenkgottesdienst gestalteten Sängerin Marianne Wycisk und Pastoralreferent Ralf Hofmann an der Orgel sowie die „Musici di Roma“ mit. Der Seelsorger erinnerte vor der Blutreliquie in der kunstvollen Monstranz und einer lebensgroßen Statue im Altarraum, „Heiligenverehrung ist kein Personenkult, der Heilige ist kein Star“. Vielmehr sage ein Leben und Sterben etwas über die Liebe Gottes zu den Menschen. „Wer sich von Gott lieben lässt, wird befähigt zu lieben, wird heilig“, formulierte Norbert Hofmann.

Wegen der Corona-Beschränkungen finden in den Pfarrkirchen im Stadtteil Obertshausen keine öffentlichen Messen statt. Darum hat der Lokalsender OF-TV den Gottesdienst live übertragen und zeigt ihn weiterhin auf seinem Kanal und auf Facebook.

Die Feier am Pfingstsonntag wurde aus der Herz-Jesu-Basilika übertragen.

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