Große Überraschung bei der Bürgermeisterwahl – Entscheidung im ersten Wahlgang Manuel Friedrich wird neuer Rathauschef in Obertshausen

Die Sensation ist perfekt. Manuel Friedrich (rechts) wird mit 51,9 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang zum neuen Bürgermeister der Stadt Obertshausen gewählt. Foto: m

Obertshausen (m) – Kein Wunder, aber ein spürbares Beben in der politischen Landschaft der liebenswerten Kleinstadt war’s schon:

Manuel Friedrich heißt der künftige Bürgermeister Obertshausens, und das steht bereits nach dem ersten Wahlgang fest. Der als unabhängiger Kandidat angetretene Vorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtparlament vereinte 51,9 Prozent der Stimmen auf sich.

Friedrich holte in zwölf von 15 Wahlbezirken die absolute Mehrheit. Lediglich in drei der vier Briefwahlbezirke hatte Manfred Schmutzer die Nase vorn – für die CDU sehr enttäuschend und für jeden Kenner der politischen Landschaft absolut unerwartet. Das gilt auch für das Abschneiden von „Bürger für Obertshausen“ Rudolf Schulz. Ihm schenkten gerade 10,7 Prozent der Wähler das Vertrauen, während er und sein Team auf den Ausbau des Erfolgs von der jüngsten Kommunalwahl und den Einzug in einige Stichwahl bauten.

Mit einer solchen hatten nahezu alle Befragten gerechnet, die im Sitzungssaal des Rathauses Schubertstraße den aktuellen Stand der Auszählung auf der Leinwand verfolgten. Der Siegeszug des 33-jährigen Gewinners zeichnete sich bereits mit der Bekanntgabe des Ergebnisses aus dem ersten Bezirk ab, 55 Prozent repräsentierte der rote Balken in der Grafik für Friedrich. An dieser Konstellation sollte sich bis zum vorläufigen amtlichen Wahlergebnis, das erst um 19.12 Uhr vorlag, nichts mehr ändern.

Manuel Friedrich führte seinen Sieg auf die vielen Gespräche zurück, die er in den vergangenen Wochen mit Bürgern, Betrieben und Vereinen geführt hat.

Tatsächlich schien das Wahlkampf-Projekt, das Parteifreundin und Marketing-Expertin Dr. Manuela Baumgart dem neuen Rathauschef auf den Leib geschneidert hatte. Die Plakate zeigen ihn im Austausch mit Menschen verschiedener Generationen, sehr wichtig seien die intensiven Hausbesuchstouren gewesen, hieß es.

Auch der Imbisswagen, den ihm ein Gönner mit Personal, Wurst und Pommes zur Verfügung gestellt hatte, tat ein Übriges und war bei der improvisierten Wahlparty im Elternhaus am Rembrücker Weg Treffpunkt für zahlreiche Anhänger aus nah und fern. „Offenbar wollten viele Wähler einen jüngeren Amtsinhaber haben“, analysierte ein Besucher. In Hessen wird der Obertshausener Bürgermeister einer der jüngsten sein, im Kreis die Nummer 1.

Der offizielle Amtsantritt des „Neuen“ ist am Dienstag, 23. Juni.

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