Musikschule Obertshausen besucht die Joseph-von-Eichendorff-Schule „Die Musikschule geht dahin, wo die Kinder sind“

Die ABC-Schützen der Joseph-von-Eichendorff-Schule sind von dem Klavier ganz begeistert, welches Annette Dörr den jungen Musikern vorgestellt hat. Foto: m

Obertshausen (m) – Peter Krausch ist begeistert. Das ist er oft, wenn er mit seinen Chören arbeitet, aber diesmal verharrte ein sichtbares Staunen auf seinem Gesicht. Gerade eben noch hat er dem halben Dutzend Kinder ums Schlagzeug in der hintersten Ecke der Mehrzweckhalle einen Rhythmus vorgegeben. Jetzt schlägt fast jeder Schüler diese Abfolge perfekt auf die Snare Drum und mit dem Pedal auf die Trommel auf dem Teppich.

„Die Musikschule kommt“, heißt es zum dritten Mal in der Stadt. Sieben Lehrkräfte der kommunalen Einrichtung stellen an der der Joseph-von-Eichendorff-Schule Instrumente vor, die auch jüngere Talente schon prima erlernen können. Das Instrument mit Zähnen im Inneren zum Beispiel, mit 88 Hämmern und einem Zauberpedal, das Musik schön macht: Die Erstklässler haben mit Hilfe von Annette Dörr das Klavier entdeckt.

Die stellvertretende Leiterin der Musikschule gewährt Einblicke in das Möbelstück, zeigt den Mädchen und Jungen der 1b das Innenleben mit den klingenden Saiten, den darauf schlagenden Hämmern und den Zügen. Die Pädagogin benutzt viele Bilder, um den Kindern ihr Instrument vorzustellen. Zehn Finger spazieren über die Tasten, springen wie Frösche drüber oder laufen auf der Stelle, mit zweien erklingt eine Wippe – auf zwei schwarzen, nebeneinanderliegenden Zwillingstasten oder auf ganz entfernten.

Auf der Tonleiter kann man „einen Berg hoch klettern“, mit dem „Zauberpedal“ Töne ganz lange weiterklingen lassen. Das demonstriert Annette Dörr mit Beethovens Liebeslied „Für Elise“. Das andere Pedal macht die Musik leiser, finden die Zuhörer heraus. Die Lehrerin spielt mit Charlotte aus der vierten Klasse auch vierhändig „Der Mond ist aufgegangen“. Ein Mädchen aus dem Schulchor kennt es schon, singt den romantischen Text des Lieds von Matthias Claudius mit.

20 Minuten sind schon rum, vor der Tür des Musiksaals wartet schon die nächste Gruppe. Die Pädagogen haben alle ersten Klassen zweigeteilt, jedes Team ist zur selben Zeit bei einem Kursleiter der Musikschule. So präsentiert Svetlo Stoychev das Gitarrenspiel, Chris Horz das Keyboard und Matthias Kiel die Querflöte, Waldemar Szymanski und Natalia Steinwachs unterrichten an Geige und Violincello.

„Die Musikschule geht dahin, wo die Kinder sind“, fasst Annette Dörr die Idee zusammen. Jeder Sprössling soll Gelegenheit bekommen, „sein“ Instrument zu entdecken und zu erlernen. Die Eltern können ihren Nachwuchs im Büro der Musikschule im Rathaus Beethovenstraße für einen Kurs nach den Sommerferien anmelden.

„Die Musikschule kommt“ am 23. Mai in die Sonnentau- und am 6. Juni in die Waldschule.

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