Feuerwehr begeht den „Firetag“ mit Linsenburgern, Hüpfburg und DJ Nicht nur der Name ist neu

Ihr ehemaliges Burgfest an Fronleichnam, jetzt „Firetag“ genannt, feiert die Feuerwehr Obertshausen künftig immer an ihrem Stützpunkt in der Waldstraße. Bild: m

Obertshausen – Die Straßensperren müssen noch einmal zur Seite gerückt werden. Die Gläubigen in der Fronleichnamsprozession sind sozusagen die ersten Gäste des ersten „Firetags“ der Freiwilligen Feuerwehr Obertshausen. Die Kreuzung der Wald- mit Quer- und Laakirchener Straße gehört an diesem Tag den Brandschützern. Sie haben ihr traditionsreiches Burgfest endgültig an ihren Stützpunkt verlegt und einen neuen Namen verliehen.

Die Gründe für den Umzug liegen auf der Hand. Auch der Wehr fehlen oft helfende Hände, erklärt Norman Keibel. Und für das Fest in der Burg im Hain musste stets viel Material an den Parkplatz der Firma Karl Mayer transportiert und aufgebaut werden, fährt der Vorsitzende des Fördervereins fort. War dazu etwa Regen angesagt wie gestern, zogen die Floriansjünger sowieso in ihre Fahrzeughallen.

Das soll fortan also immer an Fronleichnam so sein. Dort steht ihnen die komplette Infrastruktur mit Wasser- und Stromanschlüssen zur Verfügung. Diese Ausstattung erleichterte es den Ehrenamtlichen auch, die Speise- und die Getränkekarte zu erweitern. „Früher genügten Bratwurst, Bier und Limo“, erinnert sich Keibel.

Vor allem für die weiblichen Gäste bereiteten Helfer jetzt auch Aperol Spritz und Hugo vor, hielten Eiswürfel, Zitronen und Minze bereit. Für Vegetarier gab‘s einen Linsentaler mit Soße, einen fleischlosen Hamburger. Und den Nachwuchs gewannen die Feuerwehrleute mit Chicken Nuggets, paniertes Hühnerfleisch. An der Kuchentheke packten auch Eltern von Kinder- und Jugendfeuerwehr mit an, die Jüngsten verkauften wieder Popcorn und Slush-Eis aus den entsprechenden Maschinen, die Teenager in ihren Blaumännern buken Crêpes und begleiteten das Zielspritzen mit D-Rohren.

Dazu haben Aktive neue Motivwände mit einer Öffnung für den Wasserstrahl konstruiert. Am Schlauchturm thronte eine Hüpfburg, vor den Umkleiden hatte sich die Agentur „Farbenfroh“ postiert, um Kindergesichter mit viel Farbe zu verzaubern. DJ Apple T alias Marcel Appelt sorgte mit aktueller Musik und flotten Sprüchen für gute Unterhaltung.

Fast 100 Helferinnen und Helfer waren am „Firetag“ im Einsatz. Jeweils zwei Dutzend sind derzeit in der Jugend- und der Kinderwehr angemeldet. Vom Erlös des Festes sollen für sie Ausflüge und Freizeiten finanziert werden, informiert Norman Keibel, auch ein Grillabend für die Einsatzkräfte. Zuletzt hatten sie sich neue Faltpavillons fürs Fest gegönnt.

Von Michael Prochnow