Budenzauber der Joseph-von-Eichendorff-Schule

Obertshausen: Erlös fließt in Schulhofgestaltung

Mit leuchtenden Augen und erwartungsvoll preisen die Mädchen und Jungen hinter der Theke bärtige Nikoläuse aus abgesägten Ästen an. Foto: Prochnow

Obertshausen (m) – Die ersten Weihnachtsmärkte der Saison standen am Wochenende auf den Höfen der Grundschulen. In der Joseph-von-Eichendorff-Schule tauften sie die fröstelnde Geselligkeit vorm ersten Advent wärmend Budenzauber: Ein Dutzend der hölzernen Hütten waren auf dem Asphalt aufgereiht, und es wurde Selbstgebasteltes feilgeboten.

„Erstklassige Plätzchen“ waren im ersten Stand aufgereiht. „Die Kinder der 1b haben mit Liebe für Sie gebacken“, warb ein lilafarbenes Plakat im Inneren. Mädchen und Jungen der Patenklasse 3b unterstützten ihre jüngeren Mitschüler dabei. So ist das in der Eichendorff-Schule: Dritt- und Viertklässler stehen den Anfängern zur Seite, begleiten sie bei verschiedenen Aktionen, gerade eben beim Budenzauber.

Patenklasse unterstützt

Den Namen für das „Schulfest im Winter“ haben sie gewählt, damit sich Kinder und Eltern aller Konfessionen und Kulturkreise mit dem Trubel identifizieren können, erklärt Schulleiterin Alexandra Hahn. Den Ursprung des Feierns im Advent haben sie trotzdem nicht unter den Teppich gekehrt. Mit Glockenspiel und Xylofon musizierten sie „Vom Himmel hoch“. Kurz vorm ersten Schnee der Saison eröffneten alle Schüler gemeinsam den Markt mit „Schneeflöckchen, Weißröckchen“. Dann scharten sie sich zu sechst oder acht hinter den Auslagen. Zeitweise standen dort fast mehr Leute als vor den Waren.

Der Bummel bereitete offenbar von beiden Seiten viel Spaß: Mit leuchtenden Augen und strahlendem Lächeln preisen die Gruppen hinter den Theken bärtige Nikoläuse aus abgesägten Ästen an, wunderschöne Weihnachtskarten mit Applikationen, grün bemalte Zapfen als Mini-Christbäume und Weihnachtskugelengel, Schneemänner und Baumanhänger aus Blumentöpfen, Gestecke sowie stärkendes „Vogel-“ und „Menschen-Glück“ - Winterfutter und Plätzchen!

Die Bude des Fördervereins zog mit Strickkleidung für Puppen und Bären die Blicke auf sich. Die meiste Ware aber entstand im Unterricht und in einer eigenen Arbeitsgemeinschaft Kunst, informiert die Rektorin.

Sie dankt dem Vereinsring für die Hütten und dem Bauhof, der sie kostenfrei transportiert hat. Vom Reinerlös des Zaubers soll die Gestaltung des Schulhofs weiterentwickelt werden.

Die Einrichtung an Wald- und Schulstraße bemüht sich um die Zertifizierung als „gesunde Schule“. Dafür muss sie regelmäßige Aktivitäten und gezielte Projekte vorweisen, zum Beispiel Bewegungsspiele in den Pausen oder Einheiten zur gesunden Ernährung.

Das Treffen im Advent wechselt sich mit Sponsorenlauf, Projektwoche und einem Schulfest im Sommer ab.

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