Mitarbeiter des städtischen Bauhofs nutzen Heißwasser-Technik Ohne Gift gegen Unkraut

Nur mit heißem Wasser und viel Druck behandeln die Mitarbeiter des Bauhofs das Unkraut auf den wegen der Friedhöfe. Die Bauhofmitarbeiter Heiko Nägel (Mitte) und Norbert Fauster (rechts) zeigen Erster Stadtrat Michael Möser die Funktionsweise der Maschine. Foto: p

Obertshausen (red) – Giftfrei sind nun die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs im Kampf gegen das Unkraut auf den Friedhöfen unterwegs. Möglich macht es eine neue Technik. Ganz ohne Chemie – nur mit heißem Wasser - gehen die Bauhof-Mitarbeiter gegen das Unkraut vor. Wichtig ist, dass das Verfahren regelmäßig wiederholt wird.

Die Stadt Obertshausen setzt dabei nun auf die Maschinen der Firma Waterkracht B.v., die in Kooperation mit der Tiedemann Dienstleistungen GmbH angeboten werden. Für den Einsatz vor Ort mietet die Stadt die Heißwassermaschine an. „Der Vorteil dabei ist, dass man das Verfahren so problemlos testen kann und es sind auch keine hohen Investitionen notwendig“, teilt Erster Stadtrat Michael Möser mit. Die Mitarbeiter des Bauhofs sind begeistert. Dreimal haben sie in diesem Jahr die Wege der Friedhöfe behandelt. So ist nun eine gute Basis für 2020 vorhanden. „Dann reichen auch sechs bis acht Durchgänge pro Jahr“, erklärt Gärtnermeister Harald Erbe vom Bauhofteam. In diesem Jahr hatte die Stadt den „Weed-Master“ noch tagesweise angemietet, um die Wege auf den Friedhöfen zu behandeln. Im kommenden Jahr wird ein Gerät dauerhaft angemietet – dann ein anderes Modell, vermutlich einen „Heatweed Multi S“. So steht die Maschine jederzeit für die Arbeiter zur Verfügung. „Neben den Wegen auf den drei Friedhöfen werden wir das Verfahren künftig auch bei gepflasterten Verkehrsinseln und verkrauteten Spielplatzflächen einsetzen“, teilt Harald Erbe mit. Auch Ehrenmal und Bushaltestellen können mit der Maschine gereinigt werden. Die umweltfreundliche Variante zur Unkrautbeseitigung, die die Bauhof-Mitarbeiter in diesem Jahr getestet haben, arbeitet mit einem Druck von bis zu 50 bar bei einer Leistung von elf Litern pro Minute und einer konstanten Temperatur an der Düse von 99 Grad Celsius. Dabei hat das Gerät seine eigene Energieversorgung, so dass kein zusätzlicher Generator notwendig ist.

Die Behandlung des Unkrauts mit dem heißen Wasser zerstört die Zellstruktur und das Unkraut stirbt innerhalb weniger Tage ab. Im Einsatz auf den Friedhöfen hat die umweltfreundliche Heißwasser-Technik bereits überzeugt. „Sie ist einfach anzuwenden und zuverlässig“, sagt Harald Erbe und zieht eine erste Bilanz.

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