Auch in Zukunft: Open-Air-Konzerte in der Kleinstadt mit Herz Premiere von „Musik im Park“

Im Freizeitpark Beethovenstraße konnten die rund 60 Zuhörer in gemütlicher Atmosphäre dem Open-Air Konzert lauschen und einen musikalischen Sonntagmittag verbringen. Foto: m

Obertshausen (m) – Gut Ding will Weile haben und Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden. Der Volksmund untermauert, dass auch eine neue Tradition ihre Zeit braucht, bis sie bei den Menschen ankommt. Die „Musik im Park“ bewerteten die Besucher als gute Idee. Aber die Premiere zeigte auch: Da ist noch Luft nach oben.

Vor allem im Waldpark Ste. Genevieve des Bois, dort versammelten sich am Samstagnachmittag kaum 20 Zuhörer zu Füßen der Werkskapelle Karl Mayer. Die Instrumentalisten um ihren Leiter Dietmar Schrod spielten Facetten der Blasmusik, leichte, beschwingte Unterhaltungsmusik. Zu einem Werk aus dem Salzburger Raum sangen die Aktiven sogar. Dem Publikum gefiel die lockere Atmosphäre am Sprühfeld, einige holten sich bei Kulturamtschef Jürgen Hofmann und seinem Team ein Bier, Salzgebäck oder Streuselkuchen. Doch nur zwei Stadtverordnete, die das Projekt beschlossen haben, wurden gesichtet. Ob’s an den dunklen Wolken und den Nieselregen am Ende der Stunde lag, an der Warnung vorm Eichenprozessionsspinner am Eingang oder an der Lage fern des Ortszentrums, die Zukunft wird Antworten geben. Die Open-Air-Konzerte seien auch nur knapp und kurzfristig beworben worden, begründeten Gäste, auf dem Internet-Auftritt der Stadt fehlten Informationen über die Aktion gänzlich. Dennoch fanden am Sonntag rund 60 Musikfreunde den Weg in den Freizeitpark an der Beethovenstraße. Diesmal haben Aktive der Karl-Mayer-Big-Band auf den alten Bürgerhaus-Stühlen neben dem Hügel mit der Rutschbahn Platz genommen. Die jungen Leuten mit ihren festlich-schwarzen Hemden verfügen längst über eine stattliche Fan-Gemeinde, das Projekt von Dietmar Schrod ist ein musikalischer Leckerbissen und ein Volltreffer in der Szene – und das Ensemble spielte auch ohne seinen Leiter sicher und gefühlvoll. Der Musikschul-Leiter formierte die Gruppe aus handverlesenen Talenten aus den Bläserklassen seines Hauses. Sie interpretierten den Swing aus Amerika mit Trompeten, Saxophonen, Posaunen, Percussion und E-Gitarren, die Zuhörer verteilten sich diesmal auf alle 35 Klappliegestühle, die das Kulturamt angemietet hatte. Manche Besucher brachten eigenes Campingmöbel mit oder machten es sich auf den fest installierten Bänken, auf Felsen oder dem Gras bequem. Die Schwüle hielt die meisten im Schatten. Einige Interessierte trafen erst mit dem Zwölf-Uhr-Läuten der Glocken aus der Ferne ein, als die Big Band bereits zu ihrer Zugabe angesetzt hatte. Dieser Umstand belegte einmal mehr, dass dieses Format auch in Obertshausen Zukunft hat. Aus Gesprächen der Anwesenden wurde rasch ersichtlich, dass eine Fortsetzung des Konzepts, das in anderen Kommunen zum festen Jahresprogramm gehört, auch in der „liebenswerten Kleinstadt“ geboten ist.

Kommentare

Musik im Park

Ja leider sieht es momentan so aus, als wenn eine vielversprechende Idee wieder mehr Kultur in die mittlerweile sehr eingestaubte liebenswerte Stadt einzuhauchen, an der mangelhaften Umsetzung durch die Organisatoren scheitern wird. Und das fängt schon mit der missglückten weil zu spät und viel zu wenig erfolgten Werbung für diese Veranstaltung an.
Mit ein wenig mehr Engagement könnte sich diese Veranstaltungsreihe durchaus fest und erfolgreich etablieren. Da reicht es bei Weitem nicht, sich als Kulturamtschef an den Brezelstand zu stellen und Getränke zu verkaufen.
Wäre zu wünschen, wenn die Damen und Herren des Kulturamtes aufgrund der halb geglückten Veranstaltungspremiere ein wenig mehr Energie in unsere Stadt investieren.
Da geht definitiv noch viel mehr!

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