Vorlesewettbewerb der Viertklässler Schüler bringen Jury zum Staunen

Eliyahu Kvin (links) und Melia Simon (Zweite von links) sind die Stadtsieger. Foto: m

Obertshausen (m) – Zehn Leseratten aus fünf Grundschulen bewiesen noch vor der Zuspitzung der Corona-Krise in der Stadtbücherei im Bürgerhaus ihre Vortragskunst. Die Mädchen und Jungen aus Obertshausen und Hainburg sind die Besten ihrer Schulen im Vorlesewettbewerb der Viertklässler, eine Jury ermittelte nun Stadt- und Gemeindesieger. „Ich möchte mal ein eigenes Buch herausgeben!“, stellt sich Melia Simon vor. In der Bibliothek am Minigolfplatz dokumentierte sie jetzt ihr Talent: Die Schülerin der „Drachenklasse“ in der Sonnentauschule ist Stadtsiegerin im Vorlesen, ebenso Eliyahu Kvin aus der Joseph-von-Eichendorff-Schule. Als Juroren lauschten Christina Hellemann aus der Stadtbücherei an der Kirchstraße, Karin Rosbach, Dezernentin für Grundschule im Staatlichen Schulamt in Offenbach, und Elke Streck von der Stiftung Sparkasse Langen-Seligenstadt, die den Wettstreit in Zusammenarbeit mit den kommunalen Büchereien und den Grundschulen organisiert hat. Der Vergleich startete vor zwölf Jahren auf Anregung von Max Leonhardt, dem Rektor der Ludwig-Erk-Schule in Langen. Mit Unterstützung durch das regionale Geldinstitut konnte die Form der Leseförderung auf zwölf der 13 Städte und Gemeinden im Verbreitungsgebiet der Sparkasse ausgedehnt werden. Pädagogin Rosbach freute sich über „leuchtende Augen“ beim Lesen. „Alle Kinder haben ihre Aufgabe hervorragend gelöst, es waren kaum Unterschiede festzustellen“, begründet sie die knappe Entscheidung.

Die Begeisterung eint die jungen Bücherwürmer. Melia aus der „Drachen“-Klasse 4b präsentiert stolz ihr Lieblingsbuch, „Alles voller Kaninchen“ aus der Reihe „Mein Lotta-Leben“ von Alice Pantermüller und Daniela Kohl und amüsiert das Auditorium mit urkomischen Schüler-Erlebnissen. „Ich mag am liebsten sehr lustige Bücher“, erklärt die Zehnjährige. Aus anderen Bänden und aus dem Internet sammelt sie „coole Bilder“, die sie dann selbst nachzeichnet. Vielleicht wird sie ja selbst mal Illustratorin. Eli aus der „Igel“-Klasse 4c an der Eichendorff-Schule ist auch zehn Jahre alt, kickt gerne „einfach so“, ohne Verein. Er hat sich das Gitarrenspiel selbst beigebracht und boxt in Offenbach, lässt er sein Publikum staunen. Für den Wettbewerb hat er sich „Cosmo und seine Welt“ von Martina Klein und Illustratorin Corinna Böckmann ausgesucht. „Die Geschichte ist spannend und witzig“, sagt Eli. Mit am Start sind Iko Wilhelm, ebenfalls von der Schule an der Waldstraße, Celine Oberwalder (Sonnentauschule), Alicia Grossmüller und Luka Ferencaba (Waldschule).

Mit Vorlese-Wettbewerben werde der Nachwuchs „angeregt, sich mit Spaß und Interesse in selbst ausgewählte Bücher und Geschichten zu vertiefen und dabei spielerisch Textverständnis und Lesetechnik einzuüben“, heißt es in der Einladung.

Diese Kriterien bewerten die Juroren, wobei der Fremdtext den Ausschlag gegeben habe, berichtet Dezernentin Rosbach. Manuela Mück, Leiterin der Geschwister-Scholl-Schule in Langen, moderiert das Treffen und hat für den zweiten Teil des Tests Auszüge aus „Frosch und Kröte“ von Arold Label ausgewählt. Die Klassensieger und ihre Schulen erhalten Buch-Gutscheine.

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