Buntes Programm mit viel Sport und Musik Teutonia Hausen feiert groß ihren 110. Geburtstag

Gut gefüllt das Festzelt, gut gelaunt das Publikum, das viele Beiträge im Stehen beklatschte. Foto: m

Obertshausen (m) – 110 Jahre bilden zwar kein großes Jubiläum. Aber man soll die Feste feiern, wie sie fallen, sagt der Volksmund. Diese Erkenntnis nahm sich der FC Teutonia (FCT) Hausen zu Herzen und nutzte die Gelegenheit, über Pfingsten seine Angebote ins rechte Licht zu rücken. Eine Stärke ist jedenfalls die Geselligkeit, der frönte der Verein drei Tage lang mit Gästen aus nah und fern.

Auf dem Programm standen Demonstrationen aller fünf Sportarten, die der Verein mittlerweile unter seinem Dach vereint, dazu viel Unterhaltung mit Live-Bands und eine attraktive Speisekarte. Das Sportgelände an der Schwarzbachstraße bildete den Mittelpunkt der Stadt, den geselligen Mittelpunkt der Vereinswelt. Ob Regenschauer, drückende Schwüle oder stechende Sonne – nichts vermochte das fröhliche Vergnügen der Generationen beeinträchtigen.

Vom kickenden Knirps, der kaum auf eigenen Beinen stehen kann, bis zum mitreißenden Senior, der mit 91 Jahren ein flammendes Bekenntnis zur Teutonia ablegt, sind alle Altersgruppen vertreten. Das scheint einer der zukunftsweisenden Aspekte der Gemeinschaft zu sein. Erst seit wenigen Wochen trainieren Jugendliche Dart in Räumen, die sie sich selbst hergerichtet haben. Der Vorstand traf ins Schwarze und gab dem Trendsport eine Heimat. Die Basketballer lauerten unter einem Korb auf neue Talente, Jiu-Jitsu-Aktive verbreiteten auf der Bühne Appetit auf ihren Kampfsport, auf den Tennisplätzen konzentrierten sich Kinder mit Schlägern und Bällen auf einen Parcours.

Altstars von Eintracht Frankfurt

Fußball lief freilich an allen Festtagen. Das Turnier der Schoppenmannschaften gewann der FC Oberschlesier vor der Bauhof-Elf, dem FC Weizenbier und den FCT-Eltern. Die Mannschaft Teutonia 1 landete im G-Jugend-Turnier auf Rang Zwei. Die F-Junioren errangen in ihrem Wettbewerb die Plätze Zwei und Drei hinter der DJK Bad Homburg.

Der Nachwuchs war’s auch, der die Altstars von Eintracht Frankfurt und aus dem eigenen Haus als Escort-Team auf den Rasen führte. Bürgermeister Roger Winter übernahm den Anstoß, es folgte ein Tore-Regen zum 6:3: Ervin Skela traf gleich dreimal für die Gäste, außerdem Uwe Müller, Frank Gerster und Slobodan Komljenovic. Die Hausener schlugen sich wacker, Marcello Schuler gelang ein Tor, Carlo Palumbo zwei, davon eines per Fernschuss aus 25 Metern. Der Frankfurter Norbert Nachtweih feierte auf dem Rasen und im stets gut gefüllten Festzelt seinen 60. Geburtstag. Die Eintracht-Spieler genossen Gastfreundschaft und Service der Teutonen – und allerlei Leckereien.

300 Helfer im Einsatz

Für eine attraktive Speisekarte sorgte das Team um Vereinswirt Dalibor Spoljar, das fast rund um die Uhr präsent war. An den Theken waren 300 Helfer aus sieben Vereinen im Einsatz – eine Kooperation, die Schule macht! Das wird auch die Idee von Frank Lortz, Vizepräsident im Hessischen Landtag und der Welt eifrigster Festpräsident, verriet er bei der Eröffnung. 150-mal bekleidete er bereits dieses Amt. Mit Ex-Bürgermeister Josef Seib als Vorsitzendem des Ehrenausschusses verwirklichte Lortz eine einträgliche Idee: Fans vom Tennisspieler bis zur Metzgerei stifteten jeweils symbolisch ein Hektoliter Bier à 150 Euro. Dafür waren am Sonntag bis in den Nachmittag alle Getränke kostenfrei!

Eine überschäumende Stimmung verbreitete am Freitag Toms Rudel Sing Sang, Hits zum Mitsingen. Am Samstag begeisterte die renommierte Band Doctor Blond, am Sonntag spielten Van Baker & Band zunächst Volkstümliches. Am Abend sorgte das Quintett mit Party-Pop und Schlager für ein ausgelassenes Finale. Der Chor ’84 und der Jugendchor 2000 der Sängerlust hatten’s da schwer, den Lärm im Zelt zu durchdringen, doch die Chorleiter Martin Trageser und Peter Krausch nahmen’s sportlich.

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