Ensemble „3malig+“ im Kleinkunstsaal des Bürgerhauses Vier Maurer-Brüder live in Concert

Nach einigen Auftritten in den letzten Jahren folgte Mitte November das erste eigene Konzert von „3malig+“ im Kleinkunstsaal im Bürgerhaus. Foto: m

Obertshausen (m) – Sie hatten schon immer nur einen Namen. Jetzt haben sie sich einen gemacht: 3malig+ nennen sich die Drillinge Daniel, Christian und Nikita Maurer, die mittlerweile 19 Jahre alt sind. Das Plus steht für ihren zwölfjährigen Bruder Johannes, der die Bläser an Percussion-Instrumenten begleitet. Ihr Repertoire ist längst ein eigenes Konzert wert – das gaben sie jüngst im Kleinkunstsaal des Bürgerhauses.

Ob zum Geburtstag des Bürgermeisters, bei einer akademischen Feier zum Vereinsjubiläum oder im Musikschul-Konzert, kaum ein festlicher Charakter ohne 3malig+. Längst sind die vier Hainburger in den Sälen der Stadt zu Hause, und das kommt nicht von ungefähr: Die Drillinge starteten ihre junge Karriere in einer Bläserklasse der Hermann-Hesse-Schule.

Dort wurde rasch ihr Talent entdeckt, seit sechs Jahren nimmt das Trio Einzel-Unterricht in der Musikschule. Daniel spielt das Alt-, Nikita das Tenor-Saxophon, Christian die Trompete. Der familiäre Zusammenhalt erleichtere freilich auch das gemeinsame Üben, bestätigen die Jungs, es müssen nicht lange Handy-Nachrichten ausgetauscht werden, um Zeit und Ort für eine gemeinsame Probe zu finden. So bereitete Dreimalig erstmalig mit ihrem Mentor Jürgen Weiss ein ganz eigenes Programm vor. Im Hausener Kulturtreffpunkt an der Tempelhofer Straße gefielen sie mit einem sicheren und sympathischen Auftritt mit Swing, Latin, Dixie, aber auch mit Klezmer, Pop und Mischformen. Nach „Darktown“ und „The Girl From Ipanema“ sangen sie sogar zur schönen Ballade „Can’t Help Fallin’“. Sie greifen altbekannte Titel wie „Take 5“ und das klassische „Scherzo“ auf, haben sich von den „Irren Typen“, Weissens Band der Menschen mit Behinderungen, das Stück mit dem kürzesten Titel ausgeliehen: „Uh“.

Vor der Pause interpretierten sie „S’ Wonderful“ und die „High Society“. Ähnlich schwungvoll ging’s danach weiter mit „The Birth Of The Blues“ und dem sich zu riskantem Tempo steigernden „Hava Nagila“. Dem Ensemble gelang auch eine ansprechende Form des Beatles-Hits „Yesterday“, ein bisschen Pop in „Street Life“ und die zart swingenden „Desafinado“ und „A Night In Tunisia“.

Mit „Bei mir bist du schen“ und „der „Shuffle Time“ hätte das anspruchsvolle Programm beendet werden können. Doch das begeisterte Auditorium forderte alle vier Zugaben, die das Team vorbereitet hatte: „Straight No Chaser“, „Now’s The Time“, „Klezmeron“ und „Sketch 5“. Auf einen bestimmten Stil möchten sich das Quartett und Jürgen Weiss nicht festnageln lassen, „wir mögen diese Vielfalt, das macht uns viel Spaß“, sagt Daniel. Im Wechsel moderierten sie ihr Konzert, jugendlich knapp und informativ. Lehrer Weiss hat die meisten Werke arrangiert: „Die Instrumenten-Kombination passt einfach sehr gut“, schwärmt er nach wie vor von dem Projekt.

Daniel und Christian studieren bereits Informatik in Darmstadt, Nikita bereitet sich aufs Abitur vor, verrieten sie noch.

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