Karl und Ruth Mayer Stiftung setzt auf Nachhaltigkeit „Wir wollen keine Eintagsfliegen sein“

Die dritte Generation: Sie gehören dem Vorstand der Karl und Ruth Mayer Stiftung an (von links nach rechts): Katherine Mayer, Celine Kleckow und Anke Mayer. Foto: Martina Gamer

Obertshausen (gam) – Soziales Engagement war etwas, was den Unternehmer und Visionär Karl Mayer schon immer antrieb. Kein Wunder also, dass er nach seiner Gründung der Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH in Obertshausen einige Jahre später auch eine Stiftung ins Leben rief.

Deren wichtigstes Ziel war es immer, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen und die nächsten Generationen zu unterstützen. Auch 29 Jahre später hat sich an diesem Ziel nichts geändert. Die Karl und Ruth Mayer Stiftung wird heute in dritter Generation geführt. Sie setze sich vor allem für die Menschen ein. „Kinder und Jugendliche sind uns ganz wichtig“, erzählt Anke Mayer, „denn sie sind unsere Zukunft.“ Gemeinsam mit Katherine Mayer und Celine Kleckow bildet sie den Vorstand der Stiftung. Bisher gibt es keine weiteren Mitglieder. „Wir sind eine kleine Stiftung, aber wir sind offen für Mithilfe. Vor allem wollen wir andere durch unsere Arbeit motivieren“, so Mayer.

Stiftung unterstützt auch Musikschule Obertshausen

Die Stiftung unterstützt zukunftsorientierte und nachhaltig angelegte Projekte, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Sport, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Forschung. Eine langjährige Zusammenarbeit besteht beispielsweise mit der Musikhochschule Obertshausen. Schon seit den 1950er Jahren werden hier Wettbewerbe organisiert mit dem Ziel, junge Musiker in Form von Stipendien zu fördern. Des Weiteren unterstützt die Karl und Ruth Mayer Stiftung seit vielen Jahren auch die Universität Chemnitz mit Stipendien. Studierende mit herausragenden Leistungen werden so in ihrer akademischen und späteren beruflichen Laufbahn gefördert. Im Bereich Sport hebt der Vorstand die Unterstützung des 2015 gegründeten Offenbacher American Footballvereins „Rhein Main Rockets“ hervor, der Chancengleichheit, Integration und Gesundheit für junge Menschen durch entsprechende Sportangebote fördert. Vor allem das Thema Integration nimmt in jüngster Zeit immer weiter an Bedeutung zu.

Hilfe bei der Suche nach Lehrkräften 

Der Verein Interkulturelle Bildung und Beratung in Obertshausen leistet in diesem Bereich eine gute Arbeit. Die Stiftung unterstützt den Verein bei der Suche und Beschäftigung zusätzlicher Lehrkräfte, die Kindern Deutschkurse ermöglichen und so ihre weiter Integration in die Gesellschaft fördern sollen. „Wir haben selber Kinder“, erzählt Kleckow, „dass sie Selbstentfaltung lernen und sich entwickeln können, ist uns ganz wichtig.“ Es kommt auch viel Dank zurück. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Vereinen funktioniere gut. „Natürlich wollen wir im Gegenzug einen Bericht, um zu sehen, ob sich etwas verändert“, so Mayer. „Wir wollen keine Eintagsfliegen sein, sondern Projekte langfristig begleiten und Stabilität sichern. Wenn wir sehen, dass das funktioniert, macht die Arbeit noch mehr Spaß.“

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