75 Mädels nehmen am Aktionstag der städtischen Kinder- und Jugendförderung teil Zumba, Yoga und vieles mehr

Beim „Girl Planet“ gehen Jahr für Jahr Mädchenträume in Erfüllung. Foto: m

Obertshausen (m) – Für einige Stunden verwandelte die städtische Kinder- und Jugendförderung die Mehrzweckhalle der Joseph-von-Eichendorff-Schule in eine Oase für Mädchen. Bereits zum 21. Mal eröffnete das Team Schülerinnen zwischen neun und 14 Jahren kreative und sportliche Angebote. Der elfjährigen Noemi gefiel am besten der Zumba-Kurs, die Aerobic-Übungen mit südländischem Rhythmus. Ihre Wahl begründete sie auch mit Lehrer Gernot Stemper, der „einfach ein cooler Trainer“ sei, schwärmte der junge Fan. „Er hat uns alles gut beigebracht“, beschrieb sie den Hausener Sportlehrer, der hauptberuflich in der Betreuung der Grundschule an der Waldstraße arbeitet und nebenbei „Zumba for Kids“ unterrichtet. Der Selbstverteidigungskurs stand bei vielen Teilnehmerinnen ebenso hoch im Kurs. Er sollte „Körpergefühl und mentale Stärke verbinden“, lehrte „Ausweichen und ein gutes Gefühl für den richtigen Abstand“. Ruhiger ging’s in der Yoga-Klasse zu, die eine gute Kooperation zwischen Atmung und Bewegung vermittelte. Sport spielt wie vor 20 Jahren eine wichtige Rolle auf dem „Planet“. Diesmal regten einige der zehn Mitarbeiter aus dem Rathaus Beethovenstraße an, Fußball und Hockey zu spielen. Auf dem Feld würden sich manche Schülerinnen vielleicht nicht so wohl fühlen, wenn Jungs mit von der Partie wären und ihnen „sofort erklären, wie’s richtig geht“, argumentierte Fachdienstleiter Kai Hennig für die reinen Mädchen-Mannschaften. So waren die Girls beim Sport auf dem Schulgelände heuer nicht die Schwächeren, genossen vielmehr eine entspannte Atmosphäre in der Turnhalle und auf dem Hof. Für Kai ist die Veranstaltung im Herbst ein Baustein in einem breiten Angebot der freien Jugendarbeit. Sie lade schon die Grundschüler zu Besuchs- und Aktionstagen ein, bei denen sie das Jugendzentrum kennen lernen. Das kommunalen Team organisiert Sport-Wochen mit Vereinen und die Ferienspiele zusammen mit den Betreuungseinrichtungen der Schulen. Nirgendwo sonst in der Region arbeiten Schulen und Jugendförderung so lange so eng zusammen wie in Obertshausen, berichtete Leiter Hennig. Das Durchschnittsalter habe sich bei den Viertklässlerinnen eingependelt, überschlug Kai. Diese Entwicklung beobachte er auch im Juz. Die Information durch Mitarbeiter der Beratungsstelle Pro Familia sei darum schon in den vergangenen Jahren weniger gefragt gewesen. „Die älteren Mädchen wollen sich nicht verpflichten oder haben schon zu viele Verpflichtungen“, grübelte der Sprecher. So lange wie er ist nur Monika Jentzsch dabei. Sie fertigte mit ihren Gruppen an einem der Tische in der Halle Bücherwürmer, Strickschläuche als Lesezeichen. Sehr beliebt und immer dabei ist die Button-Maschine. Mit ihr werden Motive auf rundem Papier in eine Plastikhülle auf Blech mit einer Stecknadel gepresst. Auf dem Tisch verteilten sich die namhaften Zeitschriften, aus denen viele der Mädchen Promi-Köpfe für ihren Anstecker ausschnitten. „Alles“, sagt die zehnjährige Sena, „einfach alles“ habe ihr beim Besuch auf dem „Planet“ gefallen. Nächstes Jahr komme sie wieder, ganz bestimmt.

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