Prominente Gäste beim Auftakt der 35. Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau Brüder Grimm retten die bunte Märchenwelt

Nach der erfolgreich verlaufenen Premiere des Musicals „Jacob und Wilhelm – Weltenwandler“ warten auf die Besucher der Festspiele vier weitere Produktionen. Im Amphitheater am Schloss Philippsruhe blicken die Gäste auf ein schlichtes Bühnenbild (erstellt von Tobias Schunck mit seinem Team), das durch die Arbeit der Akteure zu einem märchenhaften Schauplatz wird. Foto: znd

Von Natalia Dizer

Hanau – Anders als in den Jahren zuvor, eröffneten diesmal die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm im Hanauer Amphitheater die 35. Brüder-Grimm-Festspiele mit dem Musical „Jacob und Wilhelm - Weltenwandler“, das den beiden höchstpersönlich gewidmet war. Regie führt Jan Radermacher.

Es war die Premiere für die erste von vier Produktionen. Mit einer kleinen Lesung stimmte Märchenbotschafterin Marie-Luise Marjan, die Mutter-Beimer-Darstellerin aus der Lindenstraße, auf die Inszenierung ein. Die Frankfurter Agentur „Metropress“ konnte Marjan bereits im vergangenen Jahr für die Funktion einer Botschafterin verpflichten.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky begrüßte die Besucher in einer kurzen und humorvollen Ansprache und dankte Märchenbotschafterin Marie-Luise Marjan für die erneute gemeinsame Zusammenarbeit.

Besonderer Dank galt auch Intendant Frank-Lorenz Engel, der mit seiner ausgezeichneten Arbeit immer wieder tausende Besucher in das Amphitheater lockt.

Der Premiere beigewohnt haben unter anderem prominente Persönlichkeiten, wie Schauspieler Jo Bolling aus der Lindenstraße, HR-Moderator Holger Weinert und die Trainerlegende Dragoslav Stepanovic.

Märchen gelten als Kulturgut und sind beinahe jedem geläufig, bis man aufgehört, sie weiter zu erzählen.

Um sie vor dem Vergessen zu bewahren, will Wilhelm Grimm (Peter Lewys-Preston) die deutschen Volksmärchen aufschreiben. Für den skeptischen Bruder Jacob (Jonas Hein) sind Märchen jedoch eine akkurate Wissenschaft, weshalb er nicht viel davon hält, einfach nur Geschichtenerzählern zu lauschen.

Doch durch einen Zufall landet ausgerechnet der äußerst skeptische Jacob plötzlich im Märchenwald und stößt auf aufgebrachte Märchenfiguren.

Jacob erfährt von ihnen, dass seit einer gewissen Zeit immer mehr Zauberwesen spurlos verschwinden und nicht mehr aufzufinden sind. Erst dadurch bemerkt Jacob, wie wichtig die Verschriftlichung der Volksmärchen ist und will die Märchenwelt retten.

Seine Hilfeaktion findet jedoch nicht bei allen Märchenfiguren Anklang. Lediglich die Fee Thalia (Maria Danae Bansen) steht hinter Jacob Grimm und hilft ihm, zurück in die Menschenwelt zu kommen. In der Zwischenzeit wundert sich Wilhelm über das plötzliche Verschwinden seines Bruders und erfährt von einem seltsamen Traum Maries (Janne Marie Peters), der ungeahnt Aufschluss über das Fernbleiben Jacobs gibt.

Als Jacob schließlich wieder nach Hause zurückkehrt, erzählt er Wilhelm von seinen Erlebnissen und fordert ihn zu schnellen Handlungen auf.

Nun reist Wilhelm in die Märchenwelt, um dort die vergessenen Märchen aufzuschreiben.

Doch es kommt eine weitere Herausforderung auf die Brüder zu. Die böse Urhexe Tredecima (Carolin Fortenbacher) ist plötzlich in der Menschenwelt aufgetaucht und stellt diese auf den Kopf.

Mit vollem Körpereinsatz können Jacob und Wilhelm Grimm die Menschenwelt retten und die Märchen vor dem Vergessen bewahren.

Wer sich nun für das Abenteuer der Brüder zwischen zwei Welten interessiert, kann das Stück noch bis Samstag, 27. Juli, besuchen, sehen und hören.

www.festspiele.hanau.de

Fotos von der Premiere von "Jacob und Wilhelm" in unserer Bildergalerie.

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