Vier Tage lang feierte die Schulgemeinschaft in ausgelassener Atmosphäre Engagierte Schüler und Lehrer beim Schulfest

Peter Kohlgraf, der Bischof von Mainz, hielt beim Festgottesdienst am letzten Tag des Schulfestes der Kreuzburg eine bewegende Predigt über die Anfänge des christlichen Glaubens sowie deren Schwierigkeiten der heutigen Zeit.

Großkrotzenburg (znd) – Das Franziskanergymnasium hat im Zuge des 50-jährigen Jubiläums ein großes Schulfest veranstaltet. Vier Tage lang gab es ein unterhaltsames Programm für Schüler, Eltern und Ehemalige.

Den Auftakt machte die Fachschaft Musik mit einem Sommerkonzert am Donnerstagabend. Es folgte ein gemütliches Beisammensein, welches von der Bigband musikalisch begleitet wurde.

Freitagabend zelebrierte Schulleiter Thomas Wolf mit einem Fass-Anstich den Beginn des Zeltbetriebes, welches auf dem Sportplatz der Schule aufgestellt worden ist.

An diesem Abend sorgten die Lehrerinnen und Lehrer mit akrobatischen Auftritten für gute Stimmung und bewiesen, dass sie auch außerhalb der Klassenräume „etwas auf dem Kasten“ haben. Für wohltuende Klänge sorgte an diesem Tag die Band „Monkey See Monkey Do“.

Samstags folgte eine Treffmöglichkeit für Ehemalige der Kreuzburg. Alte Schulkameraden kamen wieder ins Gespräch und konnten sich nach langer Zeit wieder in die Arme schließen. Für Spaß und Aktion sorgte bereits tagsüber das „Kick of“-Turnier für alle Fußballbegeisterten. Deren Anstrengungen wurden am frühen Abend mit einer Siegerehrung gefeiert.

Am letzten Tag des Schulfestes konnten die jüngeren Schüler aktiv werden. Nach dem Festgottesdienst mit dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, stellten einzelne Klassen und Arbeitsgemeinschaften verschiedene Stationen vor.

Vom Exit Room bis zum Speedstacking und einem Hindernis-Parcours war alles dabei. Schüler konnten sich an diesem Tag mit ihren Geschwistern und Freunden an den unterschiedlichen Stationen austoben. Beendet wurde das Fest mit einem Abschlusskonzert der Bigband.

Immer im Hintergrund waren neben den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern auch Schüler der zehnten und elften Jahrgangsstufen, welche sich tatkräftig an allen Tagen des Schulfestes engagierten.

Ausführliche Berichte und viele Fotos von den Kreuzburg-Aktionen der vergangenen Jubiläumsfest-Tage nachfolgend.

Fotos in unserer Bildergalerie.

> Gelungene musikalische Eröffnung des Schulfests

„Es war supercalifragilistischexpiallegorisch“ umschrieb Schulleiter Thomas Wolf das Sommerkonzert der Fachschaft Musik und zitierte damit den Chor der 6. Klassen, der diesen Evergreen aus dem Filmmusical „Mary Poppins“ zum Besten gegeben hatte. Das diesjährige Konzert bildete nicht nur den Abschluss des Probenjahres der Chöre und Orchestergruppen sondern auch die Eröffnung des Schulfestes zum 50-jährigen Jubiläum.  Der Schulleiter lud die zahlreichen Gäste noch zu einem gemütlichen Beisammensein im Schulhof rund um die Cafeteria ein. An dem lauen Sommerabend wurde diese  Einladung gerne angenommen und Schüler, Eltern und Lehrer standen zu den schwungvollen Klängen der Bigband noch zusammen und sprachen über das gelungene Konzert zum Auftakt.

Zu Beginn der musikalischen Aufführungen hatten die jüngsten Streicher als „Kleines Orchester“ der Schule unter der Leitung von Andreas Heindel drei „Deutsche Tänze“ von Joseph Haydn dargeboten. Im Anschluss erfreuten die von Peter Loschert geleitete „Kleine Bigband“ das Publikum mit Arrangements erfolgreicher Filmmusikthemen: aus „Harry Potter“ und aus dem „Fluch der Karibik“.

Den Reigen der Chordarbietungen eröffnete, ebenfalls unter der Leitung von Peter Loschert, der Chor der 6. Klassen mit dem „Chor der Gassenjungen“, einem Ausschnitt aus Georges Bizets berühmter Oper „Carmen“. Mit dem oben zitierten „Supercalifragilistisch“ folgte der Evergreen aus dem Filmmusical „Mary Poppins“. Die Begleitung lag in den Händen von Florian Briegel.

Der von Dr. Maria Heisler-Wiegelmann betreute  Chor der 5. Klassen bezauberte anschließend, am Flügel begleitet durch Regionalkantor Thomas Wiegelmann, mit  zwei Songs: zum  einen mit „Someday“ und zum anderen mit Vince Guaraldis „Happiness“  aus dem Film „Charlie Brown“.

Am Flügel einfühlsam und sicher begleitet von Merlind Kohlberger, führte der Jugendchor (Leitung: Andreas Heindel)  in die Welt der aktuellen Popmusik. Es erklangen die Popballaden „Angels“ von Robbie Williams und „When we were young“ von Adele Adkins.

Wiederum unter der Leitung von Peter Loschert bot  der Elternchor der Kreuzburg die Spirituals „Let us break“, „Where you there“ und „Nobody knows“ sowie das Chorlied „Wir lieben sehr im Herzen“ des frühbarocken Komponisten Daniel Friderici dar.

Ein Geburtstags-„Ständchen“ der „Wise Guys“ brachte der Kammerchor unter der Leitung von Dr. Maria-Elisabeth Heisler-Wiegelmann zu Gehör. Der musikalische Schwerpunkt des von Thomas Wiegelmann am Flügel begleiteten Kammerchores lag dann bei einem anspruchsvollen Medley aus Songs des Musicals „The Phantom of the Opera“ von Andrew Lloyd Webber.

Das Kreuzburg-Orchester unter Peter Loschert, am Flügel unterstützt von Florian Briegel, eröffnete seinen Beitrag mit „Rigaudon“, einem Instrumentalsatz aus Georg Friedrich Händels Oper „Almira“ und dem Satz „Schildkröten“ aus „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens, in dem Jacques Offenbachs „fetziger“, damals wie heute populärer „Can-Can“ in ruhiger Behäbigkeit musikalisch parodiert wird. Höhepunkt des Konzertauftrittes des Kreuzburg-Orchesters war das „Nocturne“ op. 19,4 für Violoncello und Orchester von Peter Tschaikowsky. Den Solopart am Cello übernahm Abiturientin Svenja Kaiser, die vom Publikum und den Beteiligten mit herzlichem Applaus bedacht wurde.

Anschließend führte Peter Loscherts „Kreuzburg-Hymne“, die erstmals im Jahre 1998 zur Eröffnung des Neubaus der Kreuzburg erklang, fulminant und mit viel Pathos zum Abschluss des in der Aula angesiedelten ersten Konzertteils. Den Text der Hymne verfasste Kreuzburg-Lehrer Joachim Schieb und stützte sich dabei auf eine ursprüngliche Fassung von P. Paulus Hägele. Neben dem Kreuzburgorchester wirkten der Elternchor, der 6er-Chor sowie Freunde mit.

Die Musik der Bigband unter Leitung von Ulrike Hoffmann zum Beisammensein auf dem Schulhof rundete das Konzert unter anderem mit „Feeling Good” und „Queen in Concert“ ab.

> "Feierabend" beim Kreuzburg-Schulfest

In einem großen Showprogramm im Festzelt der Kreuzburg zeigten die Schüler, dass auch die Kleinen sehr wohl schon etwas drauf haben und die Lehrer, dass auch sie Taktgefühl besitzen. Zum großen Finale sangen die Festzeltgäste gemeinsam mit den Darstellern des Abends „Komm, steh auf“, ein Lied aus dem Musical zur Eröffnung des Jubiläumsjahres.

Der Freitag stand beim viertägigen Schulfest zum 50-jährigen Jubiläum der Kreuzburg unter der Überschrift „Feierabend“. Bevor die Show begann, schlug der Provinzial der Franziskaner, Pater Cornelius Bohl ofm, gekonnt das Bierfass an .Mit den Stellvertreter der drei Kreuzburgeinrichtungen, Kloster, Gymnasium und Bildungswerk, stieß er auf das Gelingen des Schulfestes an.

Gekonnt führten die beiden Moderatoren, Laura Piergentili und Nico Paulini, beide Schüler aus der Radio AG, durch den weiteren Abend.

Den Auftakt bildete die Akrobatik AG. Die Schüler zeigten ihren Gleichgewichtssinn bei der Balance auf Bällen und ihre Geschicklichkeit mit dem Diabolo. Es folgten verschiedene Schülertanzgruppen, die bewiesen, dass die Kreuzburg eine tanzsportbetonte Schule ist. Die Tanz AG von Iris Stickelmayer nimmt regelmäßig an Prüfungen zu den verschiedenen Tanzsportabzeichen teil und bot lateinamerikanische Standardtänze dar. Die Tanz AG von Carina Maier-Grimm zeigte ihren Jazztanz, mit dem sie im Hessenfinale für „Jugend trainiert für Olympia“ den 5. Platz erzielt hatte. Einen Mix aus Hip Hop und Salsa gab es vom Sportkurs von Charlotte Süßbauer zu sehen. Dem Kurs hatte die Unterrichtseinheit Tanz so gut gefallen, dass die Schüler beschlossen hatten, intensiver zu trainieren und auch bei „Jugend trainiert für Olympia“ mitzumachen. Sie waren erfolgreich und erreichten dort ebenfalls einen 5. Platz.

Lateinamerikanische Rhythmen im Original brachten die brasilianischen Gäste von der Manoel Monteiro Schule auf die Bühne. Die Patenschule der Kreuzburg ist eine landwirtschaftliche Schule in Brasilien. Eine Gruppe von dort verweilt zurzeit zum Schüleraustausch an der Kreuzburg. Sie präsentierten einen traditionellen Tanz aus ihrer Heimat, der dort als Dank für eine gute Ernte getanzt wird.

Danach übernahmen die Lehrer die Bühne. Anja Seipp führte zum klangvollen Klavierspiel von Anja Kozakiewicz eindrucksvolle Kunststücke auf dem Rad vor. Der Handstand auf dem Lenker löste begeisterten Beifall aus. Dem Publikum stockte der Atem, als mit einem lauten Knall ein Reifen platzte. Die Künstlerin ließ sich dadurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Sie konnte schnellstens Ersatz besorgen und so ihre Aufführung etwas später zu Ende bringen. Die Kombination von Kunstrad und Musik ergab einen bezaubernden Auftritt.

Die Dance Show der Lehrer startete mit einem spektakulären Einzug der Tänzer. Die Gruppe der „Laufmaschen“ zeigte einen Tanz, bei dem man zweimal hinschauen musste, um zu sehen, welches Bein welcher Tänzerin sich wohin bewegt. In stylischen Strumpfhosen begeisterten die Lehrerinnen vor allem die Schüler. Drei Sportlehrer und zwei Physiklehrer wagten sich zu einem Hit der Blues Brothers als „Die Cool Brothers“ auf die Bühne. Hier beeindruckte insbesondere die Saltoeinlage, aber auch die Coolness, mit der die Lehrer - ihrem Namen gemäß-  die Vorführung darboten. Die Moderatoren meinten dazu augenzwinkernd, dass es ihnen zukünftig wohl schwer fallen würde, ihre Lehrer ernst zu nehmen.

Weiter ging es mit einer musikalischen Zeitreise. Mit einem Hit von Abba, fast aus der Gründungszeit der Kreuzburg, bis zur Musik der Gegenwart brillierte eine weitere Lehrerinnentanzgruppe. Carina Maier-Grimm faszinierte mit ihrer Soloeinlage, die an das Musical aus der Jubiläumseröffnungsveranstaltung erinnerte.

Nach dem gemeinsamen „Komm, steh auf“ übernahm die aus ehemaligen Kreuzburgschülern bestehende Band „Monkey See Monkey Do“ die Bühne. Mit Rock- und Popmusik heizten sie die Stimmung im Festzelt an.

> Kreuzburg feiert mit viel Spaß und Freude

Beim Mülltonnenrennen fuhren Väter ihre Kinder um die Wette zum Ziel. Um die Wette konnte man z.B. auch mit dem Bobby Car ans Ziel kommen. Beim Hindernislauf durch den Wald wurde die Zeit gestoppt und auf einer Tafel in einer Bestenliste eingetragen. Genau wie auch bei einem Wettbewerb ganz anderer Art: dem Schokokusswettessen. Beim Karaoke gab es einige wenige Mutige, die es wagten, ihr gesangliches Können zu zeigen. Die Geisterbahn lockte viele Neugierige ins Schulgebäude. Die Kleinen nutzten die Möglichkeit, sich Schminken zu lassen – entweder ganz im Zeichen der WM oder nach Fantasiemotiven. Von Armbändern über Stressbälle bis zu Metallprägungen reichten die Bastelangebote. Bei strahlendem Sonnenschein kamen die Wasserbomben sehr gut an. Auf dem gesamten Schulhofgelände des Franziskanergymnasiums Kreuzburg wurde am Sonntag gefeiert.

Für die musikalische Unterhaltung war ebenfalls gesorgt. Das TV Blasorchester Großkrotzenburg spielte zum Frühschoppen im Festzelt. Zu Kaffee und Kuchen spielte die Lehrerblues-Band an der Cafeteria. Sie sangen unter anderem von Notenkonferenzen und dem Alltag eines Lehrers. Sie wechselten sich dabei ab, mit der Radio-AG, die ihre Sendungen live auf den Schulhof übertrug. Mit der Crossbørg ElternABand hatte sich eine Gruppe ehemaliger Schüler, die jetzt teilweise als Eltern an die Schule zurückgekehrt sind, wieder zusammengefunden. Mit Rock- und Popmusik heizten sie im Festzelt ein.

Am Vormittag hatte die Schulgemeinde einen Gottesdienst zusammen mit dem Bischof von Mainz, Dr. Peter Kohlgraf gefeiert. Schüler blickten darin auf die einprägenden Ereignisse des vergangenen Jubiläumsjahres zurück und ließen die Besucher diese nochmal hautnah miterleben. Angefangen vom tänzerischen Auftritt der Sonne aus dem Musical „Franceso und der Tanz mit dem Tod“ über das begleitende Regenbogentuch und einem Bild des Holi-Festivals erinnerte man sich an die farbenprächtige Eröffnungsveranstaltung. Die Erzählungen zur Romfahrt wurden für alle nochmals lebendig, als die Klasse 7c genau wie beim Papstbesuch bei der Erwähnung „Viva al Papa“ jubelte und die leuchtend orangenen Pilgerschals schwenkte. „Der Weg, der bewegt“, wie das Motto des Jubiläumsjahres lautete, geht aber auch weiter und so machte der Bischof in seiner Predigt Mut, wie eine katholische Schule auch in der heutigen Zeit positive Werte vermitteln kann.

Der rundum gelungene Sonntag fand seinen Abschluss mit Musik der Bigband unter Leitung von Ulrike Hoffmann im Festzelt. Die Band hatte das Schulfest vor vier Tagen nach dem Sommerkonzert eröffnet und beendete es nun auch mit ihren fulminanten Klängen.

 

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