Generalbundesanwalt geht jedem Hinweis akribisch nach / Eigens Hinweisportal eingerichtet Falschnachrichten im Internet verbreiten sich überaus schnell

Hinweise an allen nur erdenklichen Orten Hanaus: „Die Opfer waren keine Fremden!“ Foto: beko

Hanau (beko/red) – Mit jedem Tag nach dem rassistischen Anschlag in Hanau kursieren neue Verschwörungstheorien und Falschnachrichten im Internet – und verbreiten sich mit hoher Geschwindigkeit auf den unterschiedlichen Kanälen. Unter anderem ist eine gefälschte Nachricht über einen angeblichen Nazi-Aufmarsch in Wolfgang im Umlauf. Und auch über ein Interview von OB Claus Kaminsky kursieren Falschmeldungen. Es gebe aus Sicht der Polizei derzeit keinen Grund, im Zusammenhang mit dem Attentat von einer akuten weiteren Gefahr auszugehen, unterstrich der städtische Pressedienst erneut.

Wer glaubt, neue Anhaltspunkte oder Fakten zum Tathergang zu haben, sollte diese umgehend dem Landes- und Bundeskriminalamt zur Verfügung stellen, diese gehen unter Leitung des Generalbundesanwalts jedem Hinweis akribisch nach, heißt es. Zentral gesammelt werden Fotos oder Videos unter anderem auf dem eigens dafür eingerichteten Portal unter www.bka-hinweisportal.de. Die telefonische Kontaktaufnahme ist kostenfreie unter Z 0800 0130110 möglich.

Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamten, Sebastian Fiedler, hatte in einem Interview gesagt, die Bevölkerung tue gut daran den offiziellen Quellen zu vertrauen. Es mache ihn „über alle Maßen zornig“, so Oberbürgermeister Kaminsky, dass „manche Kreise mit gezielten und verstörenden Falschinformationen ein Klima der Verunsicherung und Angst erzeugen“. Jeder einzelne sei hier aufgefordert, „einen Beitrag zur Klarheit und Wahrheit zu leisten, indem auf die Weiterverbreitung solcher Fake-News verzichtet wird.“

www.bka-hinweisportal.de

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