„Die Bremer Stadtmusikanten“ zu Gast bei den Hanauer Brüder-Grimm-Festspielen Kampf der Zwei- und Vierbeiner in der Nacht

Das Schlussbild bei den „Bremer Stadtmusikanten“ mit allen Darstellern des Familienstücks: (von links) Lutz-Erik Aikele, Fabian Baecker, Barbara Bach, Annalisa Stephan, Rebekka Reinholz, Marvin George, Benedikt Selzner, Detlev Nyga und Marina Löschert. Foto: Elisa Bauer

Von Elisa Bauer

Hanau – Freundschaft, die Liebe zur Musik und der Zusammenhalt trotz aller Verschiedenheit: Einen tiefen Einblick ins wahre Leben und in die Märchenwelt der Brüder Grimm haben die Besucher der Premiere der „Bremer Stadtmusikanten“ am Samstag im Hanauer Amphitheater genießen können. Das Stück, das sich an der bekannten Erzählung der beiden Hanauer Märchensammler orientiert und die Geschichte musikalisch und sprachlich in die heutige Zeit bringt, wurde von dem begeisterten Publikum mit Standing Ovations gefeiert.

Frank-Lorenz Engel, Intendant der Festspiele und Autor der „Bremer Stadtmusikanten“, begrüßte die Premierengäste am Nachmittag bei bestem Wetter. Nahezu alle Sitze in dem Theater waren mit großen und kleinen Märchenfans besetzt.

Das Stück beginnt mit einem Esel (dargestellt von Detlev Nyga), der früher im Zirkus aufgetreten ist und eine große Leidenschaft für Rockbands wie AC/DC hat. Er sagt sich von seinem alten Leben in der Manege los, um eine Musikkarriere zu starten.

Auf seinem Weg begegnet er einem Hund (Marvin George), der sowohl für sein Herrchen als auch bei Wettkämpfen ständig Kunststücke machen musste.

Der etwas einfältige Geselle zieht mit dem Esel weiter. Das Schicksal führt das ungleiche Duo mit einer Katze (Annalisa Stephan) zusammen, deren Besitzerin ins Altersheim musste.

Zu guter Letzt gesellt sich noch ein Hahn (Fabian Baecker) hinzu, der mit Müh’ und Not dem Kochtopf entronnen ist.

Der bunten Truppe wird schnell klar, dass sie eine Band gründen und nach Bremen reisen will, um dort ihren Musiktraum zu verwirklichen. Da die vier unterschiedlicher nicht sein können, gestaltet sich die Frage nach einem Namen für die Band schwierig: Ob Metall-I-A, Wuffgang Petry, The Beagles oder doch die Hahntastischen Vier - mit keinem Name sind alle einverstanden.

Als sie sich schließlich einigen, müssen „Die Bremer Stadtmusikanten“ es nur noch schaffen, Rock, Schlager, Klassik und Sprechgesang zu vereinen und den richtigen Weg in die alte Hansestadt zu finden. Begleitet von abwechslungsreicher Musik und fetzigen Rhythmen, die das Publikum zum Mitklatschen bewegt haben (Komposition: Thomas Schwab, Musikalische Leitung: Pascal Kierdorf) begibt sich das Quartett auf eine Reise, die seinen Zusammenhalt auf eine harte Zerreißprobe stellt.

Dabei treffen sie auf eine Räuberbande, die in der Gegend ihr Unwesen treibt. Spannend wird es dann in der Nacht, als es in einem einsamen Haus zum Kampf zwischen Zwei- und Vierbeinern kommt. Wer ihn gewinnt und ob die Tiere es trotz aller Widrigkeiten noch nach Bremen schaffen und was sonst noch so alles an unerwarteten Wendungen geschieht, erfahren die Besucher des Stücks in einer unterhaltsamen und mit vielen Witzen gespickten Darbietung.

Die „Bremer Stadtmusikanten“ sind in diesem Jahr im Rahmen der verschiedenen Angebote bei den auch über die Stadtgrenzen Hanaus hinweg bekannten Festspielen das „Familienstück“.

Und das mit Recht: Vor allem die Kinder hatten bei der Premiere ihren Spaß, doch auch die Eltern und Großeltern, die sie begleiteten, kamen auf ihre Kosten.

„Die Bremer Stadtmusikanten begeben sich noch bis zum 28. Juli auf ihre musikalische Reise unter dem Motto „Sing einfach drauf los“.

www.festspiele.hanau.de

Fotos, Teil 2,  von der Aufführung Bremer Stadtmusikanten in unserer Bildergalerie.

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