Hanauer Rathaus macht die Pforten dicht / Politische Gremien tagen vorerst nicht Kundenkontakt ist nur noch in Notfällen möglich

Das Rathaus wurde am Montag komplett für Bürger geschlossen. Nur in Notfällen gibt es noch Einlass. Foto: Iding

Hanau (red) – „Wir befinden uns in einer absoluten Ausnahmesituation“, begründet Oberbürgermeister Claus Kaminsky weitere einschneidende Maßnahmen, die die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen sollen.

So ist ab sofort das Rathaus mit allen Abteilungen geschlossen. Dazu gehören auch das Technische Rathaus und die Ordnungsbehörde. „Für absolute Notfälle haben wir unter der Nummer der Rathausinformation 06181/295-8135 eine Hotline geschaltet. Dort kann im Gespräch der Einzelfall geprüft und im berechtigten Fall entsprechende Schritte veranlasst werden“, so der OB.

Auch das Kundenzentrum der Stadtwerke am Freiheitsplatz dicht. Anliegen können telefonisch unter der Rufnummer 06181 365-1999 oder per Email unter service[at]stadtwerke-hanau[dot]de geklärt werden.

Die Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) reduziert die Öffnungszeiten der RMV-MobilitätsZentrale am Busbahnhof Freiheitsplatz. Diese ist ab sofort montags bis freitags von 7 bis 15 Uhr (statt 7 bis 18 Uhr) besetzt und bleibt am Samstag geschlossen.

Abgesagt sind bis mindestens 19. April auch alle städtischen Veranstaltungen, darunter fallen auch alle Termine der Hanauer Frauenwoche, der Internationalen Wochen gegen Rassismus und rund um da Gedenken an den 19. März 1945.

Nicht länger zugänglich sind ab sofort auch die städtischen Spielplätze. Entsprechende Hinweisschilder werden zeitnah aufgehängt.

Drastische Einschränkungen gelten auch für Beerdigungen und Trauerfeiern auf den Hanauer Friedhöfen. Für diese sind ab sofort nur noch zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugelassen.

Alle Sitzungen von Magistrat, Stadtverordnetenversammlung und Ausschüssen sowie vom Ausländerbeirat und den Ortsbeiräten werden in Hanau bis auf weiteres gestrichen. Auch die Sitzungen der Betriebskommissionen sind vorläufig ausgesetzt. Darauf haben sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck in einer Telefonkonferenz mit den Fraktionsvorsitzenden und den Ortsvorstehern verständigt.

Nach heutigem Stand wird die Stadtverordnetenversammlung das nächste Mal am 11. Mai tagen. Die Sitzungen der Ausschüsse und Ortsbeiräte werden fristgemäß im Vorfeld dieser Sitzung terminiert.

Auch die Verwaltung des Main-Kinzig-Kreises wird Maßnahmen zur Reduzierung der Kundenkontakte auf den Weg bringen. Davon sind nahezu alle Bereiche in der Kreisverwaltung betroffen. So wird die Zulassungsstelle in Hanau ihre Dienste weitgehend reduzieren und die Antragswege verändern. Die Zulassungsstelle in Schlüchtern ist bereits geschlossen, in anderen Bereichen wird nur noch mit telefonischer Terminvergabe oder ganz ohne Kundenkontakt gearbeitet.  

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