Sitzung der Karnevalgesellschaft Klein-Auheim / Klaus Winter erhält den Hanauer Stadtorden

Laubhold und Schönberg auf allerhöchstem Niveau

Lenja Heiermeier begeisterte das Publikum in den Sitzungen der ersten Karnevalgesellschaft Klein-Auheim mit akrobatischen Tänzen aus der Garde. Fotos (7): kama

Klein-Auheim (kama) – Nach 127 Jahren Fastnacht zählt die 1. Karnevalgesellschaft Klein-Auheim in unserer Region zu den Urgesteinen der fünften Jahreszeit. Doch wer glaubt, dass die karnevalistische Gesellschaft Altherren-Fastnacht feiert, der irrt gewaltig: Diese Vollblutfastnachter vereinen jahrzehntelange Erfahrung, eine starke Jugend und großartige Leidenschaft auf der Bühne. 

Die 1. Karnevalgesellschaft Klein-Auheim läuft auf Hochtouren und ist nicht aufzuhalten! So lange und so erfolgreich überleben, kann ein Verein aber nur durch die Tatkraft seiner Mitglieder. Dementsprechend wurde eines der wichtigsten Mitglieder im Rahmen der 1. Kostümsitzung dieser Saison mit dem Hanauer Stadtorden ausgezeichnet: Unter Tränen bedankte sich Klaus Winter und wurde von dem Publikum mit Standing Ovations gefeiert. „Dieser Mann genießt den höchsten Respekt in den Reihen unserer KG. Es hat definitiv den Richtigen getroffen!“, so Sitzungspräsident Stefan Schönberg.

Nach Winters Ehrung, der Vorstellung des Kinderprinzenpaares Sarah-Jane Welzbacher und Jonathan Gackenheimer sowie der Begrüßung aller befreundeten Tollitäten, nahm das karnevalistische Treiben seinen Lauf: Der Drittklässler Lars Krull beeindruckte mit einer komplett aus dem Gedächtnis vorgetragener Büttenrede und herrlichen Streitgeschichten über das Leben mit einer großen Schwester:

„Eine große Schwester zu haben, das ist fein, es darf halt keine Zicke sein!“ Von dieser Bühnenpräsenz und Vortragsweise darf sich so manch älterer Büttenkollege eine Scheibe abschneiden. Großartige Leistung, Lars! Anschließend fasste der Chef vom Protokoll, Jürgen Dräger, das vergangene Jahr zusammen und äußerte große Vorfreude auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft ohne italienische Delegation: „Eins ist sicher und ich tue mir jetzt schon die Finger lecken, die Pizza vom Anker wird während der WM noch viel besser schmecken!“

Nachdem Lenja Heiermeier mit akrobatischen Choreographien einen beeindruckenden Solo-Tanz präsentierte, lieferte Karl-Heinz Ladwig das Highlight der ersten Programmhälfte: Als Hausmann Heini erzählte Ladwig Geschichten von seinem anstrengenden Alltag und der höllischen Schwierigkeiten mit seiner tobsüchtigen Ehefrau Hedwisch. Nachdem genügend Tränen geflossen sind, sprach Ladwig jedoch eine wichtige Wahrheit aus: „Ohne Euch Frauen sind wir nur die Hälfte wert, horcht! Ihr wunderbaren Frauen, wir lieben Euch!“ Kurz vor der Pause brachten die Hellebachfinken mit einigen schwungvollen Schlagern die Stimmung auf den Höhepunkt: Hier wurde geklatscht, gesungen und bis in den Schwindel geschunkelt.

Direkt nach der Pause machten die Vollblutfastnachter dort weiter, wo man zuvor aufgehört hat: Gemeinsam mit dem Elferrat feierte das zahlreich erschienene Publikum zu einem Medley aus Hits von Andreas Gabalier und Andreas Bourani. Anschließend lieferten sich Alina Dirler und Marcel Dräger ein deftiges Zwiegespräch über die Unterschiede zwischen Stadt- und Dorfleben.

Hier gab Marcel Dräger eine grandiose Figur im Dirndl und knapper Unterwäsche ab. „Was habe ich in der Beziehung falsch gemacht, das mein Sohn hier in der Bütt’ im Bikini lacht!“, so Sitzungspräsident und stolzer Papa, Jürgen Dräger. Die Showgruppe „KG meets Musical“ begeisterte das Publikum mit der durch Tanz und Gesang erzählten Geschichte der singenden Nonnen aus dem US-Kultfilm „Sister Act“. Das Highlight des Abend präsentierten allerdings Stefan Schönberg und Dominik Laubhold als das „Dumm- und Fett-Duett“.

Hier stimmte alles: Mimik, Gestik, Timing und Humor. Schönberg und Laubhold liefern seit Jahren karnevalistische Vorträge mit Zwiegesprächen und musikalischen Beiträgen auf allerhöchstem Niveau. Das war vereinsübergreifend die beste Leistung dieser Karnevalsaison! Kurz darauf ergoss Sonja Kaiser als wütende Ehefrau Hedwisch ein wahres Höllenfeuer über das männliche Geschlecht: Mit einer vor Wut krächzenden Stimme und witzigen Beleidigungssalven brachte Kaiser jeden Mann im Saal zum Zittern. Herrlich!

Doch das Toi-Toi-Ballett rettete die Ehre der Männer und präsentierte sich voller Kreativität, Lebenslust und überraschender Beweglichkeit. Zum Abschluss schickte man trotzdem lieber die Profis auf die Bühne und so entfachte die Showgruppe „Salangane“ ein wahres Disco-Inferno im Saal. Auf dem Höhepunkt der Stimmung verabschiedeten die Hellebachfinken mit einigen Fastnachtsklassikern das zufriedene Publikum in den wohlverdienten Feierabend.

Fotos von der KG-Sitzung in unserer großen Bildergalerie.

Weitere Artikelbilder

Noch keine Bewertungen vorhanden

Neueste Kommentare

„Der Kunde steht bei uns an erster Stelle“
1 Tag 3 Stunden
Enkheim: Wenn aus den Kleinen Schulkinder werden
5 Tage 19 Stunden
Reduzierung des Nitrats im Wasser dringend nötig
6 Tage 19 Stunden