Heimatspiel zum Abschluss des Bundesäppelwoifestes in Steinheim begeisterte „Bei so nem schöne Schoppe, ist es schad um jeden Troppe!“

Klaus Schmidt zum Abschluss: „Dann nehm ich meinen Bembel und geh in Keller nei, und hol mir von meinem selbst gemachten guten Äppelwoi!“

Steinheim (zew) – „Das hältste im Kopp net aus!“- Wem dieser Satz nicht bekannt vorkommt, der hat das traditionelle Heimatspiel des 67. Bundesäppelwoifestes in Steinheim nicht gesehen - und damit ordentliche Schenkelklopfer verpasst.

„Die Wilddiebe von Steinheim“, so lautet der Name des Steinheimer Heimatspiels 2019, ein Stück von Rudolf Tscherney, das die volle Aufmerksamkeit aller Besucher erhielt.

Bereits seit 40 Jahren markiert das Heimatspiel, in dem Laienschauspieler aus den Reihen der ersten Steinheimer Karnevalgesellschaft (SKG) Jahr für Jahr unter Regie auserwählte, kurze und meist sehr humorvolle Inszenierungen vorführen, einen der Höhepunkte des Steinheimer Bundesäppelwoifestes.

Petra Jeckel - in Steinheim sollte ihr Name den meisten ein Begriff sein- war auch dieses Jahr wieder die Organisatorin und Souffleuse der kurzen Aufführung und sorgte im Zusammenspiel mit der gelungenen Leistung der Laienschauspieler für so machen Lacher im gespannt lauschenden Publikum.

Bereits in der Ankündigung des Heimatspiels wurde klar: „In dem Stück geht es vor allem um Handkäs´“, aber natürlich galt es auch - wie der Name schon sagt - die Wilddiebe von Steinheim zu finden, die seit einigen Wochen in Steinheim ihr Unwesen treiben.

Mit seiner Gitarre führte Klaus Schmidt als Otto Rapp, genannt „Gärstche“, die Zuschauer mit kleinen, humorvollen Ständchen chronologisch durch die Handlung des Stückes, denn „als Sänger zieht er durch die Stadt, und erzählt allen Leuten, was sich zugetragen hat.“, wie er der versammelten Festgesellschaft vorsang.

So wird in Steinheim wegen der Wilddiebe ein Jagdaufseher namens Josef Pilarsky eingesetzt, gespielt von Rodney Wimmer, der Gärstche, einen so genannten „Moppel“ und „Söhnchen“ des Wilddiebstahls bezichtigt, ohne deren wahre Identität zu kennen. Hinter „Moppel“ steckt Peter Spielmann, gespielt von Norman Hofmann, und „Söhnchen“ ist der Spitzname von Jakob Gesser, gespielt von Norman Heese.

Zentraler Spielort und Bühnenbild des Stückes ist das Steinheimer „Stadtwirtshaus“ des Wirtes Alfons Kissel und seiner Frau Walburga, gespielt von Gerold Imgram und Angela Westendorf - der scheinbare Mittelpunkt des alltäglichen Dorftreibens, in dem die Steinheimer freudig zusammenkommen und regelmäßig den einen oder anderen Schoppen und gebackenen Handkäs’ verzehren.

Die wahre Identität der Steinheimer Wilddiebe wird zum zentralen Konflikt des Stückes und mit viel Humor und Leichtigkeit kommt darüber hinaus nicht nur ein Anflug von Romantik und Literatur, sondern auch die Bedeutung des „Staanemer Golds“ für die Gesellschaft zur Geltung.

Die Bühnendekoration gestalteten Oscar, Emanuel und Cooper Jeckel und das Ende der kurzen Inszenierung wurde durch ein liebevolles Ständchen der versammelten Laienschauspieler und eine Danksagung Heiko Lipkes an die Organisatorin Petra Jeckel markiert.

Wie Vereinsvorsitzender Heiko Lipke bereits am Vortag betonte, „war das Bundesäppelwoifest 2019 ein hervorragendes Fest ohne jegliche Vorkommnisse, und das spricht für die erste SKG und das Fest selbst“.

Offensichtlich hatte das Heimatspiel 2019 auch einen lehrreichen Aspekt, denn jedem Zuschauer sollte nun klar sein: „Bei so nem schöne Schoppe, ist es schad um jeden Troppe!“, und das behält die Festgesellschaft hoffentlich noch bis zum 68. Bundesäppelwoifest anno 2020 im August im Hinterkopf.

Lesen Sie dazu auch den Bericht vom Bundesäppelwoifest.

Fotos vom Heimatspiel in Steinheim in unserer Bildergalerie.

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