In Hanau-Wilhelmsbad fiel diese mächtige Blutbuche dem Sturm zum Opfer. Foto: Martin Weckler/p

(Bruchköbel/Erlensee/Hanau/pm) - Sturmtief „Sabine“ sorgte seit Sonntagabend 21.39 Uhr für mehrere Einsätze der Feuerwehr. Überwiegend mussten die Einsatzkräfte umgestürzte Bäume beseitigen oder bei der Sicherung von Dachteilen helfen. Im Kirleweg stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto. Seit Sonntagabend 20 Uhr hatte die Feuerwehr Bruchköbel eine Technische Einsatzleitung einberufen, um auf eine mögliche Vielzahl von Einsätzen schnell reagieren zu können. Ab 21.39 Uhr wurde die Feuerwehr dann aktiv. „Bis zum Montag um 12.50 Uhr mussten wir insgesamt zwölf Einsatzstellen abarbeiten“, erklärte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Matthias Schmidt. Überwiegend handelte es sich um wetterbedingte Vorfälle wie mehrere Bäume, die Straßen blockierten, oder Dachteile, die herunterzustürzen drohten. Im Kirleweg stürzte ein Baum sogar auf ein fahrendes Auto. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.

„Auch wenn der Sturm nicht flächendeckend große Schäden angerichtet hat, bleibt in den nächsten Tagen weiter Vorsicht geboten“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Besonders im Bereich von Wäldern muss weiterhin mit Windbruch gerechnet werden.

In Erlensee waren bereits in der Nacht zum Montag viele Einsatzkräfte unterwegs im gesamten Stadtgebiet. Aufgrund herunter gefallener Äste und der noch anstehenden Windbruchgefahr wurde der Erlenpark bis auf weiteres gesperrt. Auch Friedhöfe und Spielplätze wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Mitarbeiter des Bauhofs sind dabei, im gesamten Stadtgebiet schnellstens aufzuräumen. Auch das Forstamt Hanau-Wolfgang meldet Schäden durch Sturm Sabine und warnt vor dem Betreten des Waldes. In verschiedenen Forstamtsbereichen sind von Sonntag auf Montag durch die Sturmböen etliche Bäume umgefallen. Einige Straßen mussten gesperrt werden. Wie der Produktionsleiter Dr. Stephan Willems vom Forstamt Hanau-Wolfgang einschätzt, dauert es einige Tage, bis alle Bäume, die über die Wege gefallen sind, entdeckt und beseitigt werden können. „Deshalb bitte ich alle Waldbesucher und Waldbesucherinnen um erhöhte Aufmerksamkeit beim Waldbesuch“, warnt Willems, der froh, ist, dass bisher keine Unfälle gemeldet wurden. „Wir raten derzeit davon ab, überhaupt den Wald zu betreten oder sich in Waldrandnähe aufzuhalten.“ Das Forstamt schätzt die Schäden auf derzeit rund 1.000 bis 1.500 Bäume über den gesamten Forstamtsbereich verteilt. „Das genaue Ausmaß der Schäden können wir allerdings erst besser einschätzen, wenn die Wege wieder frei sind“, weiß Forstamtsleiter Christian Schaefer. Das wird erfahrungsgemäß einige Tage dauern. Der Aufenthalt in der Nähe von Baumfällarbeiten und Holzerntemaschinen ist lebensgefährlich, der Wildpark Alte Fasanerie war auch am Dienstag noch geschlossen. Auch können in den nächsten Tagen als Folge des starken Windes und der Sturmböen weiterhin lose Äste aus den Kronen fallen. Deshalb sollten die Bürger prüfen, ob ein Waldbesuch in den nächsten Tagen vermeidbar ist.

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