Streuobstbestände neu angelegt 133 Bäume neu gepflanzt

Neue Bäume für die Gemarkung gab es durch die Initiative der Streuobst-Coop und des Kreises Offenbach. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Der Kreis spendierte neue Obstbäume. 30 Besteller holten 133 Bäume bei der Baumschule Schüler ab. Steffen Freund übernahm für die StreuObstCoOp, einem Projekt des Vereins Heimat, Geschichte und Kultur in Dudenhofen, die Organisation. Er freute sich bei seiner Premiere als Organisator zusammen mit dem Kreis über die höchste Beteiligung, bezogen auf die vergangenen Jahre.

Den symbolischen Preis von einem Euro zahlten die Interessierten an die StreuObstCoOp. Unter den bestellten Pflanzen waren Quitten-, Zwetschgen-, Birnen-, Mirabellen- und natürlich viele Apfelsorten. Es gab viele Ersatzpflanzungen, da die Trockenheit der jüngsten Sommer Schäden hinterlassen hatte. Vor Jahren wurde das Projekt aufgelegt, so die Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, um die Landschaft zu erhalten oder um Streuobstbestände neu anzulegen. Sie wies auch auf das Sterben dieses Teils der Kulturlandschaft hin, viele dieser Parzellen werden heute anders genutzt oder aus Altersgründen wurde die Pflege aufgegeben. Die Kreisbeigeordnete thematisierte auch den Klimaschutz, es gibt zu wenige Menschen, die praktisch dagegen etwas tun; mit Streuobwiesen wird Lebensraum geschaffen, der Nahrung bietet für Insekten und Vögel.

Kompetente Tipps gab es vom Geschäftsinhaber der Baumschule, Thorsten Schüler: Das Pflanzloch muss breit und tief genug sein, die Wurzeln nicht stauchen, mit Wasser anpflanzen, fest andrücken, und auch danach über einen Zeitraum von drei Jahren kräftig wässern. Besser ein Mal pro Woche 40 bis 50 Liter, als täglich ein bisschen. Wenn das Frühjahr ein trockenes ist, dann auch schon im April tüchtig gießen. Und gegen Wühlmäuse helfen nur engmaschige Zäune, die großzügig um den Baum im Boden versenkt werden. Kürzlich beteiligte sich der Kreis auch finanziell an einem Baumschnittseminar der StreuObstCoOp. „Es scheitert nicht am Geld“, so Claudia Jäger in ihrer Funktion als Umweltdezernentin, „sondern an den Menschen, die sich engagieren“.

Mit insgesamt 4350 Euro förderte der Kreis in diesem Jahr Maßnahmen zum Erhalt der Streuobstwiesen.

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