29 Teams rennen rund um die Uhr 24-Stunden-Lauf des Vereins Gemeinsam mit Behinderten

24 Stunden nach dem Startschuss ließen sich die Athleten auf der Ehrenrunde feiern. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Der 24-Stunden-Lauf des Vereins Gemeinsam mit Behinderten (GmB) ist in seine 37. Auflage gegangen. 29 Mannschaften, zehn weniger als vergangenes Jahr, und zwölf Einzelläufer, vier mehr als 2017, drehten auf dem TSV-Sportplatz in Dudenhofen ihre Runden. Sie sammelten damit Spenden für die Arbeit des organisierenden Vereins. 24 Stunden nach dem Start kam aus den Mündern der Moderatoren Matthias Ott und Marvin Kühne der Ruf: „Aus, aus, aus, das Spiel ist aus.“

In den Runden zuvor hatten die Sportler nochmals mächtig Gas gegeben, um die Laufleistung ihrer Mannschaft zu erhöhen. Dann standen die Glücksgefühle auf den Gesichtern aller Athleten, es war geschafft. Von 12 bis 12 Uhr hatten sie sportliche Höchstleistungen für ihre Mitmenschen erbracht. Zufrieden waren auch die Mitglieder des GmB. Sie freuten sich über eine Spendensumme von 115.978,08 Euro. Mit dem Betrag und weiteren bereits zugesagten Summen wird die Hypothekenschuld für das Haus Emmanuel in der Vordergasse bis zum Jahresende getilgt sein, verkündete Finanzchef Lothar Mark.

Wie schon in den vergangenen Jahren verdoppelte das Rotary-Dream-Team die erlaufene Spendensumme. So brachte die Mannschaft mit der Startnummer 38 insgesamt einen Betrag von 25.075 Euro mit ein. Das zweithöchste Spendenaufkommen erlief das Team OCR Frankfurt und Run for fun (7500 Euro). Dann folgte Uwe Heinrich mit 6334 Euro. Die Einnahmen dienten der Rückführung des Darlehens, das GmB für die Wohnungen in der Vordergasse 26 aufgenommen hat. Dort haben die Stiftung und der Verein in drei Häusern 18 Mikroappartements gebaut.

Jörg Drechsler mit 367 Runden 

Von der ursprünglichen Darlehenssumme von 2,5 Millionen Euro waren vor dem aktuellen 24-Stunden-Lauf noch 150.000 Euro auf dem Kontoauszug. Nun wird bald das Darlehen getilgt sein, zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. Beim 24-Stunden-Lauf haben die längsten Laufstrecken die Mannschaften des OCR Frankfurt und Run for fun mit 1026 Runden, die Allerscheenste mit 917 Stadionrunden und auf Platz drei der ehemalige Kirchenchor Cäcilia mit 909 Bahnen geschafft.

Bei den Einzelläufern schaffte es Jörg Drechsler mit 367 Runden aufs Podest. Ihm folgten Jens Caspary (350 Stadionrunden) und Tom Coureur mit 303 Umrundungen. Sabine Metzmann siegte bei den Frauen mit 300 Stadionrunden. Die Starterpistole nahm zu Beginn des Rennens Christoph Meier von der EVO in die Hand und schickte die ersten Teilnehmer auf die lange Reise. Beim 24-Stunden-Lauf spornte das Zusammengehörigkeitsgefühl alle Sportler an. „Ein schönes Gemeinschaftswerk“ lobte Lothar Mark. Ein Teilnehmer kam aus dem Süden Australiens. Tom B. Ahern reiste 16.000 Kilometer aus New South Wales an.

Unfall vor dem Start

Lucrezia Guereiro kam aus Mailand. Sie sind Teil des Rotarier-Schüleraustauschprogramms. Nächstes Jahr wird der 24-Stunden-Lauf Geschichte schreiben: Kurt Wengenroth, für die Rotarier in Mittelhessen aktiv, wird aus dem Schüleraustauschprojekt zehn Läufer aus zehn Nationen am Lauf teilnehmen lassen. Wenige Stunden vor dem diesjährigen Start hatte sich noch ein Unfall ereignet, der gemäß des Mottos der gemeinsamen Stärke wieder ins Reine zu bringen war: Einer der Läufer brachte per Pkw seine Utensilien zum Zelt. Von der Opelstraße aufs Gelände gefahren, übersah er die Stufen zum Sportplatz und setzte das Auto auf. Elf Mann hoben das Auto an, was sich mit untergesetzten Paletten auch wieder rückwärts fahren ließ. So konnte es dann doch noch losgehen. 

 

 

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