Urgestein Lutz Murmann hört auf 32. Narrisch Singstunn’ im Dudenhöfer Bürgerhaus

Bei der 32. Narrisch Singstunn‘ zog der Musikverein mit Karl-Heinz Kühnle an der Spitze durch das Dudenhöfer Bürgerhaus.

Rodgau (pul) – Als der Musikverein unter der Leitung von Matthias Müller die Narrisch Singstunn‘ eröffnete, reckte Moderator Karl-Heinz Kühnle sogleich einen Bembel nach oben. Gemäß dem Motto „En Bembel voll Stimmung, macht all‘ mit, die Narrisch Singstunn‘ ist der Fassenachtshit“ brachte der Moderator sogleich Stimmung in das voll besetzte Bürgerhaus.

Bei den Tänzen ging das Publikum mit und feierte die „Marionetten“ aus Jügesheim, die zwar in Kostümen aus der dunklen Zeit der Hexenverfolgungen tanzten, dafür auf der Bühne ein Festival der Farben entfachten. Ebenfalls tänzerisch glänzend die Gruppe „Step touch“ des TSV Dudenhofen sowie auch Sumo-Ringer des Männerchor-Männerballetts.

Bei den Tänzen ging das Publikum mit und feierte die „Marionetten“ aus Jügesheim, die zwar in Kostümen aus der dunklen Zeit der Hexenverfolgungen tanzten, dafür auf der Bühne ein Festival der Farben entfachten. Ebenfalls tänzerisch glänzend die Gruppe „Step touch“ des TSV Dudenhofen sowie auch Sumo-Ringer des Männerchor-Männerballetts. Umso graziler die Damen des Frauenchors. Was die „Klageweiber“ so alles an ihren Mannsbildern auszusetzen hatten, ließ sich nur in betender Manier und mit einer gehörigen Portion Ruhe im Blut preisgeben.

Tränen zum Abschied

Fetzig dagegen der bayrisch angehauchte Auftritt die Gaudi-Turner vom Turn-Athletik-Verein Eppertshausen. Sie flotten Jungs bewiesen, dass es sich auch in Lederhosen vortrefflich kraftvoll Turnen lässt. Ein Tränchen beim Abschied verdrückte sich Lutz Murmann. In seiner Rolle als „Es Eppertshäuser Settche“ gehörte er bei der Narrisch Singstunn‘ schon fast zum Inventar. Nun war sein Abschied von der Bühne gekommen.

Leider kam an dem fröhlichen Abend noch ein weiterer Abschied dazu. Karl-Heinz Kühnle trat zum letzten Mal als Moderator ins Rampenlicht. Nach der 20. Moderation kamen die Dankesworte an seine Person von seinem Vereinskameraden und Männerchor-Tenor Rudolf Vogl. Als Geschenk erhielt der scheidende Moderator eine Collage, die ihn während seiner Auftritte zeigte.

Die Laternche-Sänger gehörten wieder zu den Höhepunkten der Veranstaltung. Gemäß der urigsten aller Fastnachtstraditionen ließen die Dudenhöfer kein gutes Haar an den Entscheidungen der Obrigkeit. „Ruckzuck die Säge raus, im Morgengrauen gefällt“, kritisierten die Laternche-Sänger das Fällen der Linden vor dem Bürgerhaus.

Für erfahren-glossierende Fassenachter war der Blick in die Automobilschmiede nach Wolfsburg nach dem dortigen Abgasskandal fast schon eine Selbstverständlichkeit. „In Peking ist die Luft durch Staub und Ruß verpestet, in Wolfsburg wurde der Diesel falsch getestet“, blickte der Chor auf die Umweltproblematik auf dieser Welt hinab. „Doch hier in Rodgau hat ein Wunder man vollbracht, zur Klimarettung wurd‘ die Rußbud‘ zugemacht“.

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