24-Stunden-Lauf startet am Samstag in Dudenhofen

In 35 Jahren acht Mal um die Erde gelaufen

Symbolbild: Schäfer

Rodgau (pul) - Am Samstag fällt der Startschuss zum 35. 24-Stunden-Lauf. Dann drehen 39 Mannschaften und fünf Einzelläufer ihre Runden, um Spendengelder für Behinderte zu sammeln.

„Es ist eine der schönsten Erfolgsgeschichten der Region“, rührt der veranstaltende Verein Gemeinsam mit Behinderten (GmB) die Werbetrommel für die Traditionsveranstaltung. Es ist eines jeden Ziel, so viele Runden wie nur erträglich zu laufen und dabei so viel Spendengelder wie möglich zu sammeln. „Im letzten Jahr kamen rund 130.000 Euro zusammen“, so Christian Goldmann von GmB.

Dieses Jahr sollen es wieder über 100.000 Euro werden, hofft Lothar Mark. Zu diesen beeindruckenden Zahlen trägt seit Jahren der Rotary Club bei. Die Organisation verdoppelt die Spenden, die die eigene Mannschaft „Dream Team“ erläuft.

Die Sportler unterstützen die Arbeit des GmB. Dort haben sich 700 Mitglieder zusammengeschlossen, um den rund 150 behinderten Mitgliedern einen Lichtblick zu geben. Im Zentrum von Jügesheim wurde deutlich, dass selbst die kleinste Spende etwas bewirken kann. Dort haben Verein und Stiftung Gemeinsam mit Behinderten zwei Häuser zwischen St. Nikolaus-Kirche und Rathaus für 2,5 Millionen Euro gebaut. So wurden 18 Wohneinheiten für Behinderte geschaffen.

Lothar Mark, Vorsitzender des Kuratoriums, nannte konkrete Zahlen. Der Bau des zweiten Gebäudeteils wurde komplett mit Fremdkapital von 900.000 Euro finanziert. Davon wird bis zum Jahresende die Hälfte getilgt sein. Die Spendengelder des aktuellen 24-Stunden-Laufs werden zur weiteren Verringerung der Verbindlichkeiten beitragen. Aufgrund der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank sanken die jährlichen Zinsaufwendungen von 32.000 Euro im Jahr 2011 auf 14.000 Euro im aktuellen Jahr und auf 2.000 Euro in 2019. Dann soll das Darlehen für die Immobilie getilgt sein. Die Zahl der betreuten Behinderten hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt.

In den letzten 35 Jahren starteten 278 verschiedene Zehnerteams; zusätzlich kamen noch 28 Einzelläufer ins Ziel. Sie liefen 326.449,6 Kilometer – acht Mal um die Erde. Die deutsche Rollstuhl-Nationalmannschaft, die „Wilden Reiter“, absolvierten mit ihren Rennrollstühlen den Bahnrekord mit 1.063 Runden. 1.061 Runden sprinteten „Spiridon Frankfurt“. Sie halten immer noch den Läuferrekord. Und noch eine Zahl lässt die Augen der Verantwortlichen leuchten: 2.856.492,74 Euro wurden in den letzten 35 Jahren gespendet.

Der Startschuss fällt am Samstag, 10. September, um zwölf Uhr am Sportzentrum beim TSV Dudenhofen an der Opel Straße.

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