Jahresabschlussfeier von Besi and friends 60.000 Euro für die Todenhöfer-Stiftung

Eine Umarmung als Dank für die geleistete Arbeit. Andreas Beseler (rechts) bei der Spendenübergabe an Nathalie Todenhöfer (links) und Alexandra Schenk von der Todenhöfer-Stiftung Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Die hellblau-gelben Trikots von Besi and friends waren in den vergangenen zwölf Monaten erneut ein Synonym für Kampf gegen Multiple Sklerose. Auf Deutschlands Straßen unterwegs, sammelten die Aktiven bei den sportlichen Wettkämpfen Gelder für einen guten Zweck. So hatte erneut Andreas „Besi“ Beseler bei der Jahresabschlussfeier einen Scheck für die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung im Gepäck. In der Radsporthalle der Sportfreunde wusste der Besi-and-friends-Initiator ganz genau, wem sein Dank zu gelten hatte: allen Mitstreitern auf dem Rad, allen Teilnehmern der Triathlons sowie allen Organisatoren hinter den Kulissen. Die große Besi-and-friends-Familie hatte sich zwölf Monate lang ins Zeug gelegt, um bei Sportereignissen Spenden zu sammeln für hilfsbedürftige Mitmenschen.

Der Sportfreunde-Vorsitzende Rudi Ott sprach in seiner kurzen Eröffnung von Höhen und Tiefen in dem Sportlerjahr. „Besi“ konkretisierte die Aussage und bezog sich auf seinen schweren Radunfall mit einem Autofahrer im April. Die Verletzungen hinderten ihn an der Teilnahme beim Race across America (RAAM), dem härtesten Straßenradrennen der Welt. So sprang ein Kamerad kurzfristig für ihn ein, und ging auf die 4.800 Kilometer lange Strecke. Impressionen von den Straßen der USA sind in einem Jahreskalender 2019 festgehalten, er ist zu erwerben auf shop.rad-statt-roll stuhl.de.

Nathalie Todenhöfer und Alexandra Schenk von der Todenhöfer-Stiftung waren wie vergangenes Jahr aus München angereist, um den Betrag unter dem Applaus des Publikums anzunehmen. 60.000 Euro hatten die Radsportler von Besi and friends für die Stiftung zur Hilfe an Multipler Sklerose erkrankter Menschen gesammelt. Wie mit dem Geld geholfen wird, schilderte Alexandra Schenk: Fahrzeuge anschaffen oder umbauen, Hebelifte, Rollstühle und Babyausstattungen kaufen, dies zählt zu den häufig benötigten Hilfen. „Es gibt uns seit 2006“, so Alexandra Schenk. Anfangs traute man einer Zwei-Frau-Stiftung nicht viel zu. Mittlerweile werden 300 Patienten pro Jahr betreut.

Bei den Freunden des Radsports gehen auch im nächsten Jahr die Aktivitäten weiter. Der ursprüngliche Gedanke hinter Besi and friends, durch Sport Spenden zu sammeln, wird fortgesetzt. Die Ideenpalette für Sportereignisse ist reichlich gefüllt. So rief Lars Thomae das Projekt des Zehn-Freunde-Triathlons ins Leben.

Auch am Hohlen Buckel werden die „Besis“ 2019 am Start sein. Dieses Jahr erradelten dort 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer 20 000 Euro. Zu den Aktivitäten zählen auch die Touren für Jedermann, die Spartenleiter Bernhard Lorenz managt: Es gilt, den Radsport im Verein voran zu bringen, 620 Sportbegeisterte informieren sich bei facebook unter „Radtouren in Rodgau“.

Ebenfalls neue Aktivitäten warten im Norden des Odenwalds auf die „Besis“. Dort soll nächstes Jahr bei Ober-Nauses mit dem Nauses Deep Valley ein Rundkurs für Läufer und Mountainbiker warten.

Besi and friends sind längst zu Globetrottern geworden: Außer dem Start vergangenen Sommer beim Radrennen Race across America trug Matthias Winnhauser das hellblau-gelbe Trikot in Dubai. Er startete dort beim Wellmann road Run Race. Morgens um 7 Uhr ging es für ihn auf die Zehn-Kilometer-Distanz. Diese beendete er als Gesamt-Dritter und in seiner Altersklasse 50 als Sieger. Nun beim aktuellen Jahresrückblick berichtete Andreas Beseler mit einem verschmitzten Lächeln vom vierbeinigen Gewinn des Matthias Winnhauser, der das Kamel mangels Transportmöglichkeiten in Dubai lassen musste.

Zum Abschluss des Abends gab es die ersten Impressionen des neuen Films von Christian Gropper zu sehen, der das Race across America in die Kinos bringen wird.

Für den musikalischer Teil der Veranstaltung war die Guggemusik/Druffkapell in fetziger Manier die zuständig.

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