Benefiz-Tour nach St. Tropez Besi and friends: 70.000 Euro für Todenhöfer-Stiftung erradelt

Die Radsportfreunde Besi and friends sammelten auf ihrer letzten Tour nach Frankreich reichlich Spenden für den Kampf gegen Multipler Sklerose. Andreas Beseler überreichte einen Scheck über 70.000 Euro an Nathalie Todenhöfer von der gleichnamigen Stiftung. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Ende Juni gingen Besi and friends auf große Fahrt ans Mittelmeer. Die Freunde des Radsports sammelten bei der Fahrt nach Saint Tropez 70.000 Euro für die Nathalie Todenhöfer-Stiftung. Im Rahmen einer großen Dankesparty in der Radsporthalle überreichte Initiator Andreas Beseler den Betrag der Stiftungsgründerin.

Nathalie Todenhöfer aus München fiel Andreas Beseler voller Freunde um den Hals. 70.000 Euro hatten der Jügesheimer und das um ihn gescharte Team von Rennradsportlern für MS-Kranke gesammelt. Der ausgestellte Scheck mit dem mehr als stolzen Betrag war ebenso groß wie Nathalie Todenhöfers Freude darüber. Beide, Nathalie Todenhöfer und Andreas Beseler, verbindet die gleiche Krankheit und der Wunsch, anderen Menschen zu helfen. Bei Multipler Sklerose sind die äußeren Schichten der Nervenbahnen angegriffen.

Applaus für Radfahrer und Sponsoren

In der Radsporthalle der Sportfreunde Rodgau applaudierten die 160 Gäste den Protagonisten sowie all den Sponsoren, Radfahrern und Helfern, die sich für die gute Sache ins Zeug gelegt hatten.  Ende Juni waren 70 Radrennfahrer um „Besi“ Beseler zur Fahrt an die Cote d‘Azur aufgebrochen. Das Feld radelte die 1.700 Kilometer lange Tour nach Saint Tropez in Südfrankreich. 14 Tage dauerte die Fahrt, bis der Zielort erreicht war.

Schon 2014 kamen bei der damaligen Radtour nach Barcelona 55.555 Euro zusammen. Dieses Ergebnis sollte bei der Fahrt nach Frankreich noch übertroffen werden. Und am Ende waren es stolze 70.000 Euro.

Nathalie Todenhöfer (31) lebt in München und leidet selbst an der Krankheit. Sie ist Gründerin und Vorsitzende jener Stiftung, die ihren Namen trägt. Die Stiftung hilft Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. 8.000 Menschen wurde so bereits geholfen, wie Alexandra Schenk von der Todenhöfer Stiftung berichtete. Finanzielle Unterstützung für notwendige Umbauten am Haus oder bei der Therapie sind geflossen. Bei dieser chronisch entzündlichen Krankheit sind die äußeren Schichten der Nervenbahnen angegriffen. Bewegungen, die gestern noch alltäglich waren, stellen kurz darauf unüberwindbare Hindernisse dar. Die Menschen müssen beispielsweise die Küche umbauen oder einen Treppenlift installieren lassen. Hierbei unterstützt die Todenhöfer-Stiftung.

Gemeinsam Berge versetzen

Viele Menschen haben an allen Stellrädchen gedreht, um für Spendenbereitschaft zu werben. So wurde mit der Party in der Radsporthalle allen Helfern und Sponsoren gedankt. Seine Dankesworte richtete Andreas Beseler unter anderem an die vielen Sportler, die sich auf die Fahrt begaben: „Ihr habt bewiesen, dass man gemeinsam Berge versetzen kann. Ihr habt Inklusion gelebt“, so Beseler.

Ein präpariertes Spezialrad stand parat, auf dem sich gesunde Menschen fühlen „durften“, wie ein an MS leidender Mensch. Hinter der Aktion von Anja Stedtle (National Healthcare Manager) und Dr. Heike Streu stand die Förderung für das Verständnis gegenüber den Erkrankten. Die Probleme im Alltag eines an MS Erkrankten fanden sich auch in der Ansprache von Andreas Beseler wider, der seiner Frau Nicki herzlich dankte. Unter dem tosenden Applaus der Anwesenden betonte Beseler die Hilfe seiner Gattin in jenen Situationen, wenn es draußen niemand sieht.

Die Geschichte von Besi and friends geht weiter: „Besi and friends lebt“, betonte Andreas Beseler in seiner Ansprache. Er appellierte an alle Rennradkollegen, weitere Mitstreiter und Gleichgesinnte zum Mitmachen einzuladen. Für 2017 ist keine große Tour geplant, aber zwei bis drei kleinere Fahrten wird es wieder geben.

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