Kunstschaffende in Rodgau: Wolfgang Friedrich

Der Bildaufbau und die Maße müssen stimmen

Wolfgang Friedrich hat sich der darstellenden Malerei verschrieben. Das Kopieren der alten Meister gehört zu seinen Paradedisziplinen. „Für exakte Pinselstriche muss man ein Herz haben“, betont der Dudenhöfer. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Geboren in Oberstdorf im Allgäu, zeigt sich bis heute die Liebe zu den Bergen von Wolfgang Friedrich in seinen Arbeiten. Die bayrischen Alpen finden ihren Widerhall auf der Leinwand, ebenso die Dolomiten.

Dabei geht Wolfgang Friedrich akribisch vor: „Jeder Pinselstrich ist überlegt und soll exakt dorthin“, betont der Dudenhöfer. Indem er Details akribisch herausarbeitet, hat er schon gut 500 Gemälde erstellt. Dazu zählt der „Goldene Helm“ von Rembrandt; auch diese Kopie schmückt die Wand in seinem Malraum. Künstlerkollegen sagen ihm nach, er könne die alten Meister perfekt kopieren - ein Lob, das Wolfgang Friedrich gerne auf sich nimmt: „Das macht mir Spaß“. So hat er die Schlacht vor Travalgar auf Leinwand gebannt. Das Werk besticht durch die unzähligen Details auf den Kriegsschiffen und den dezenten Farbverläufen im Himmel.

Beobachten steht am Anfang

Jedes Gemälde von Wolfgang Friedrich erzählt eine Geschichte. Besonders das Leben im Alpenraum hat es dem Wahl-Dudenhöfer angetan. Dort hat der gebürtige Oberstdorfer seine Kindheit verbracht. So schmücken viele Arbeiten über das Leben im ländlichen Raum die Wände im Gärtnerweg. 1980 kam er nach Dudenhofen. Doch schon seit 1957 genießt er seine freie Zeit in seinem Malraum. Aquarelle, Bleistiftzeichnungen und Spachtelarbeiten fanden Einzug in die eigenen vier Wände.

Bei seinem Ausbildungsbetrieb in Offenbach (Firma Kramp) erlernte er den Beruf des Lithografen. So steht für ihn bis heute das Visuelle und der Detailreichtum im Vordergrund. Für ihn steht ein ansprechendes Bild ganz oben auf der Prioritätenliste, der Bildaufbau muss stimmen, wie auch die Größenverhältnisse zum Originalwerk.

Seit 2013 zeigt er die Ergebnisse der unzähligen Arbeitsstunden auf der RodgauART. „Das Beobachten und das Wiedergeben dessen, was das Auge sieht, hat mich inspiriert“, denkt er an die Anfänge seines Hobbys zurück. Kaum ausgesprochen, entsteht vor seinem geistigen Auge ein neues Bild, mit vielen Details aus dem Leben in den Bergen.

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