Wasser muss nach der Kläranlage immer sauberer werden

Blick in Rodgaus saubere Zukunft

Beim Tag der offenen Tür nutzten die Rodgauer die Chance, einen Blick in die technischen Abläufe der Kläranlage zu werfen. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Die Stadtwerke öffneten die Pforten der Weiskircher Kläranlage. Beim Tag der offenen Tür kamen die geladenen Gäste sowie die Rodgauer Bürger zum Blick hinter die Kulissen.

Die Stadtwerke haben in den letzten Jahren in die Anlage nördlich der A 3 investiert. Zur Erhaltung und Verbesserung der Betriebseigenschaften wurde das Zulaufhebewerk aus den Jahren 1967 und 1990 umfassend saniert. Die Kosten dafür beliefen sich auf 1,8 Millionen Euro. Das Regenüberlaufbecken aus den Jahren 1979 und 1990 dient bei Starkregen als letzter Kanalnetzspeicher vor der Kläranlage. Zum Erhalt der Bausubstanz und zur Verbesserung der Betriebseigenschaften stand auch dort eine Sanierung im Zeitraum Sommer 2015 bis Frühjahr 2017 an. Kosten: Zwei Millionen Euro.  Punkt drei auf der Liste der Neuerungen im Norden Weiskirchens war die Modernisierung des Prozessleitsystems. Die Anlage zur Steuerung der Schaltanlagen sowie der Stationen erwies sich vor zwei Jahren als nicht mehr betriebssicher. Ein neues musste her. Es wurde im Frühjahr letzten Jahres in Betrieb genommen und kostete 64.000 Euro. Zu den investierten Beträgen zählten auch die 350.000 Euro für das neue Blockheizkraftwerk. Es ist deutlich energieeffizienter und hob somit den Stromeigenerzeugungsgrad der Kläranlage von 56 auf 80 Prozent an. So liegen dadurch die Einsparungen aktuell bei 140.000 Euro pro Jahr.

Immer bessere Wasser-Werte

Die Sachgebietsleitung der Kläranlage obliegt Adolf Linhart. Der Diplom-Ingenieur richtete beim Tag der offenen Tür seinen Blick nach vorne: „Was uns in der Zukunft beschäftigt sind die Ablaufwerte nach der Wasserrahmenrichtlinie“. Die Phosphatablaufwerte wurden in Weiskirchen bereits drastisch reduziert, „da sind wir vielen Anlagen weit voraus“. Nicht umsonst bezeichnen die Stadtwerke die Rodgauer Anlage als eine der modernsten in Deutschland. Delegationen aus dem Ausland kamen bereits in der Vergangenheit, um die Ablaufprozesse in Rodgau zu studieren.

Auf die Eigenstromerzeugung sind die Stadtwerke-Mitarbeiter besonders stolz. Bedingt durch das Faulgas der Faultürme liegt dieser Wert bei knapp 80 Prozent. Andere Anlage in Deutschland haben keine Eigenstromerzeugung oder deren Werte liegen bei 30 bis 40 Prozent. In Weiskirchen geht die Arbeit weiter, damit 100 Prozent erreicht werden können. „Es ist eine Herausforderung“, so Adolf Linhart, die Aufgabe soll gestemmt werden durch effizientere Maschinen und Energieeinsparungen. Die Solaranlage hat bereits mehr als 100.000 Kwh Strom produziert.

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