Das Areal soll umgestaltet werden Bürger sammeln Ideen für den Alten Friedhof

Im Rahmen eines Charrette-Verfahrens beteiligten sich mehr als 60 Bürger an der Erarbeitung der Verschönerungsvorschläge für den alten Friedhof Nieder-Roden. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Der alte Friedhof in Nieder-Roden soll ein neues Gesicht bekommen. Für die Planung der Neugestaltung versammelten sich mehr als 60 interessierte Bürger auf dem ehemaligen Gottesacker und sammelten erste Überlegungen für eine Umgestaltung des Areals.

Das Charrette-Verfahren, bei dem städtische Planer und Rodgauer Bürger sich austauschen, fand zuletzt bei Spielplatzumgestaltungen und beim Projekt „Stadtumbau - Fördergebiet Dudenhofen“ Anwendung.

Zunächst gab es unter der Führung des Fachdienstleiters Peter Kämmerling einen großzügigen Rundgang durch die Umgebung das alten Friedhofs. Es galt, ein Gefühl zu entwickeln für den Wegeverlauf und die Gebäudestrukturen rund um den Friedhof.

46 Grabsteine stehen dort noch, sie wurden vor Jahren an die alten Mauern gerückt, sodass nun mittig eine große Fläche für die Ideen der Beteiligten zur Verfügung steht. Diese alten Grabsteine sind einigen (aus dem Johanniter-Quartier) ein Dorn im Auge, für andere gehören sie selbstverständlich zum „Alten Friedhof“, sollen an die Geschichte des Ortes erinnern

Viele Vorschläge gingen in Richtung naturnaher Gestaltung (Blühfolge, Fledermauskasten, Hochbeete als Insektennahrung). Damit in Einklang bringen ließen sich die Einfälle, in denen die Grünfläche in eine Oase der Ruhe verwandelt werden soll (Sitzbänke, schattige Stellen sowie ein Kletterfelsen). Sprach sich eine Partei für Wasserflächen in Form eines Teichs aus, so wollte ein Anderer maximal eine Vogeltränke.

Hauptthemen waren, einen ruhigen Aufenthaltsort zu schaffen, den bisherigen Charakter beizubehalten sowie Naherholungsausstattungen zu schaffen. Weitestgehend Einigkeit herrschte beim Erhalt des alten Baumbestandes.

Es gab 137 Vorschläge aus der Bevölkerung, Doppelungen bereits heraus genommen.

Die beiden Nebengebäude links und rechts des historischen Torbogens dienen zurzeit teilweise als Lagerraum für die Infrastruktur des Adventsmarktes. Günther Keller vom Arbeitskreis Heimatkunde sprach von der im Verein entwickelten Idee einer Dauerausstellung zur Trauerkultur, die an Gedenktagen wie Totensonntag oder dem Tag des Friedhofs geöffnet sein könnte.

Der Torbogen und die beiden flankierenden Nebengebäude entstanden 1911. Der alte Friedhof Nieder-Roden ist Teil der Rodgauer Geschichtspfade. Er entstand 1842, als die Begräbnisstätte auf dem Kirchhof aufgegeben werden musste.

Wie geht es nun weiter? Im Rathaus wird eine Feinplanung stattfinden, dann geht eine Vorlage an die politischen Entscheidungsträger.

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