Ende des Testbetriebs mit alternativen Antrieben Busse fahren mit Wasserstoff

Christian Winzenhöler stellte den Stadtwerken für den Testbetrieb einen Brennstoffzellenbus zur Verfügung. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Die Testphase der Stadtwerke ist abgeschlossen. Nachdem mehrere Wochen lang Busse mit alternativen Antrieben durch Rodgau fuhren, gaben die Stadtwerke einen Überblick über das weitere Vorgehen. Bevor es zur Pressekonferenz ging, ließ Christian Winzenhöler vom gleichnamigen Busbetrieb einen Blick auf die Technik des Brennstoffzellenbusses zu. Die Antriebs- und Hybridtechnologie ist auf dem Dach installiert. Die Brennstoffzellen und die Wasserstofftanks ebenfalls. Der Wasserstoff reagiert mit Sauerstoff, so wird in der Brennstoffzelle Wasser und elektrische Energie frei. Diese Energie treibt einen Elektromotor an.

Etwa 360 Kilometer Fahrleistung wurden ohne Probleme absolviert, sagt Christian Winzenhöler. 450 Kilometer wären mit einer Tankfüllung möglich. Das Tanken dauert circa sieben Minuten. Das Fahrzeug ist verhältnismäßig leise unterwegs, aber doch deutlich hörbar.

Zurzeit sind acht Dieselbusse in Rodgau auf der Linie OF-40 eingesetzt. Sie befördern werktäglich 2.400 Fahrgäste. Künftig soll mehr Raum sein für alternative Antriebe. „Ziel ist es, für den mit Diesel fahrenden Stadtbus eine alternative Antriebsart zu finden und einen weiteren effektiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, begründete Bürgermeister Jürgen Hoffmann. „Es geht um Innovation, um eine Strategie für die Zukunft und um einen ressourcenschonenden Einsatz der Mittel“.

Der Testbetrieb begann in Mai, nachdem die Stadtverordnetenversammlung im Oktober 2018 dafür grünes Licht gegeben hatte. So befuhren nun Fahrzeuge mit Brennstoffzelle, Elektroantrieb und Erd- und Biogas-Antrieb Rodgaus Straßen. Es galt, Problematiken zu lösen, besonders in Bezug auf die Infrastruktur wie die Tankstellen. Die Lautstärke wurde gemessen und per GPS-Erfassung die Stellen mit starker Beschleunigung erfasst, um den Energieverbrauch der einzelnen Passagen zu erkennen. Die Fahrer gaben entsprechende Rückmeldungen, die in die Auswertung der aufgezeichneten Daten einfließen werden.

Es wurden Bürger als Fahrgäste eingeladen. Über deren Rückmeldungen freute sich Stadtwerke-Betriebsleiter Markus Ebel-Waldmann ganz besonders. „Das war wirklich klasse, die Leute beteiligten sich“.

Der Testbetrieb verursachte lediglich geringe Kosten, sagt Markus Ebel-Waldmann. Bis Ende Juli werden die Daten ausgewertet sein. Dann gehen die Unterlagen im September an die Betriebskommission. Es wird Empfehlungen geben, welche Betriebsarten künftig zu bevorzugen sind. Die Vorgaben werden europaweit bis März 2022 ausgeschrieben.

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