Landesehrenbriefe für Ursula Walper und Wolfgang Junker Ehrung für Jahrzehnte des Engagements

Die Landesehrenbriefe erhielten Wolfgang Junker, (Mitte), Ursula Walper (Zweite von links) und Steffen Walter (nicht im Bild). Die 1. Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (links), die Stadtverordnetenvorsteherin Anette Schweikart-Paul und Bürgermeister Jürgen Hoffmann gratulierten. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – In einer Feierstunde im Sitzungssaal des Rodgauer Rathauses galt die Aufmerksamkeit drei Rodgauern, für deren herausragendes ehrenamtliches Engagement. Ursula Walper, Wolfgang Junker und Steffen Walter erhielten den Landesehrenbrief.

Ursula Walper vom Rodgauer Lauftreff (RLT) trat im Klub der Laufbegeisterten von 1995 bis 2017 als Schriftführerin, als Hauptorganisatorin, als Projektleiterin und als Gruppenführerin in Erscheinung. In der Zeit von 2001 bis 2017 bekleidete sie den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden.

Da Ursula Walper selbst gerne die Laufschuhe schnürte, sogar bei Marathons und Ultra-Marathons, zog die Laudatorin Claudia Jäger den Hut mit einer persönlichen Wertschätzung ob der körperlichen Anstrengungen bei solchen Laufveranstaltungen.

Die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger hielt auch die Laudatio für Wolfgang Junker. Der Hainhäuser ist selbst heute, nachdem er seit zwei Jahren dem RLT nicht mehr vorsteht, das Gesicht des Klubs. 1984 trat er dem Verein bei, von 1997 bis 2001 war er zweiter Vorsitzender, ab 2001 16 Jahre lang Vereinschef. Wolfgang Junker übernahm die Verantwortung für die Planung und Organisation regelmäßig stattfindender Veranstaltungen, förderte den Laufsport für Jung und Alt, das soziale Miteinander, er wurde geschätzt für seinen sportlichen Blick und seinen Fleiß. Mit zukunftsfähigen Entscheidungen brachte er den Verein voran, so auch im Jahr 2000, als er mit Vereinskameraden den Ultra-Marathon ins Leben rief. Heute ist die Veranstaltung, die jährlich am Dudenhöfer Naherholungsgebiet Gänsbrüh stattfindet, mit gut 1.000 Teilnehmern der größte Ultralauf in Deutschland. „Wolfgang Junker ist ein Macher, der proaktiv Dinge angeht, Sponsoren akquiriert und die Korrespondenz zu Behörden und Ortsvereinen führt“. Claudia Jäger würdigte die Kraft und die Annahme der Herausforderung, lange Zeit an der Spitze des Vereins zu stehen.

Die Stadtverordnetenvorsteherin Anette Schweikart-Paul überbrachte die Glückwünsche der parlamentarischen Gremien der Stadt sowie des Magistrats: „Die Ehrungen zeigen uns, die Welt ist nicht verloren, es gibt Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren“.

Der Vorsitzende des RLTs, Hartmut Wirth, ergriff das Wort. Er äußerte persönliche Eindrücke zu den beiden Protagonisten aus seinem Verein, hob die Menschlichkeit und „deren eigene Charaktere und Persönlichkeiten“ hervor, und das immer währende Engagement an den Laufstrecken.

Als nächster Gratulant trat Martin Ott ans Rednerpult. Bezogen auf Claudia Jägers Würdigung des sportlichen Tatendrangs der neuen Landesehrenbriefträger, bot er ihr mit einem Augenzwinkern den Ehrenvorsitz innerhalb seines RLTs an. Dabei erging sein Appell an die Politik, die Bürokratie in den Vereinen einzudämmen.

Dankesworte aus den Reihen des gewürdigten Trios kamen von Wolfgang Junker, und zwar pro Ehrenamt: „Über den Verein kann man auch leben“.

Steffen Reiner Walter war bei der Zeremonie nicht anwesend. Der Rodgauer erhielt die Würdigung für 19 Jahre als ehrenamtlicher Richter in der hessischen Arbeitsgerichtsbarkeit. Beim Amtsgericht Offenbach wird er mit menschlichen Geschichten und Schicksalen konfrontiert, und den menschlichen Unzulänglichkeiten, sowie deren Fehlverhalten.

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