Heide Maixner schreibt Roman nach einer wahren Geschichte

„Eltern, ihr habt etwas Wertvolles, liebt es“

Autorin Heide Maixner hat ihr erstes Buch geschrieben. Mit einem autobiografischen Roman will die Dudenhöferin allen Eltern dieser Welt zurufen: Liebt eure Kinder. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Ein Buch zu schreiben liegt im Trend. Hobby-Autoren bevölkern die Buchwelt und bringen über Internetportale neue e-books und frische Druckware auf den Markt. Oft liegt der Anstoß in der Freude an Fantasiewelten, in die der Leser eintauchen darf. Bei Heide Maixner ist der Antrieb ein anderer: Was passiert mit einer Kinderseele wenn elterliche Zuneigung fehlt?

„Es hat mir schon immer Spaß gemacht, mit Menschen zu arbeiten“, sagt Heide Maixner aus Dudenhofen. Viele Jahre lang bestand ihr Arbeitsleben als Personaltrainerin aus Personalführung, Kommunikationstraining, Konfliktbewältigung sowie Rhetorikkursen.

Die Inspiration für das literarische Erstwerk kam über den engen Kontakt zum Sohn einer entfernt bekannten Familie. Die Hauptperson, die im autobiografischen Roman Jon heißt, fiel ihr im Alter von zehn Jahren mit seinem ruhigen und eingeschüchterten Verhalten auf. Selbst im Alter von knapp 30 Jahren wirkte er immer noch gedrückt und unsicher, die Angst vor Veränderungen stand ihm ins Gesicht geschrieben. Für Heide Maixner ein Grund mehr, sich mit der Psychologie Jons zu beschäftigen.

Bei langen Spaziergängen mit ihrem „Patienten“ hatte Heide Maixner immer den Notizblock in der Tasche - acht Jahre lang. „Die Sache berührte mich“, beschreibt sie heute ihre Gefühle während den Gesprächen mit „Jon“.

Jons Leben im Elternhaus bestand aus purer Sachlichkeit. Die Welt der Familie war geprägt von Diktaten, es wurde von oben herab entschieden, Gefühle, Zuneigung und Liebe passten nicht in die hart strukturierte Welt. Diese „Erziehung“ hinterließ bei Jon harte Spuren, so war der Protagonist nicht zu Emotionen fähig, vom Ausleben der selbigen kann keine Rede sein. Liebe und Zuwendungen, die ein Kind in jungen Jahren braucht um in der Familie zu wurzeln, fehlten bei Jon vollkommen.

„Für ein Kind sind die Eltern das Vorbild“, betont Heide Maixner, es orientiert sich an den Erziehern und nimmt deren Verhalten als gegeben an. „Eltern, ihr habt etwas Wertvolles, dem muss man sich bewusst sein“, appelliert die Autorin an die Gesellschaft. „Ich will mit Jons Geschichte signalisieren, ihr habt ein Kind, dem ihr Zeit schenken müsst und es unterstützen müsst“.

„Riss in der Staumauer“ ist eine wahre Geschichte, verpackt in einen Roman.

Nun liegt der Erstling auf Maixners Schreibtisch. Die 226 Seiten im Taschenbuchformat sind für 11,99 Euro im Buchhandel oder als e-book bei google erhältlich. Lesungen sind geplant, so im Familienzentrum am 5. Juli um 17 Uhr im Alten Weg.

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