Fahrrad macht kleinen Jungen glücklich

Glücklich mit seinem Fahrrad: Nicki.

Rodgau – Was in der Ukraine geschieht, kann und darf uns nicht egal sein. Gerade die Menschen aus diesem Land verdienen unsere Solidarität und Unterstützung. Diesen Motiven folgt die Arbeiterwohlfahrt Rodgau (AWO) seit Wochen und leistet Hilfe, wo sie nur kann. Vorsitzender Jürgen A. Steppke zieht eine vorläufige Bilanz: „Wir haben sieben Menschen aus Kiew, deren Flucht nach Polen gelang, in Krakau abholen können; vier Frauen mit ihren drei Kindern im Alter von 13, 10 Jahren und 15 Monaten. Durch Unterstützung eines Rodgauer Autoverleihs und anderer gelang es, alle nach Dudenhofen zu bringen.“ Für die Unterbringung sei alles Erforderliche wie Feldbetten, Kleidung, Lebensmittel und mehr organisiert worden. Die AWO habe diese Aktion „finanziell unterstützt“. Rodgauer hätten ein Wohnhaus zur Verfügung gestellt.

Auch in einem zweiten Fall meldet die AWO einen schönen Erfolg: Zwei Wochen später wurden weitere zwei Personen, eine Mutter mit ihrem achtjährigen Sohn in Dudenhofen aufgenommen. Für den Jungen gelang es jetzt sogar mit Klein’s Radhaus ein passendes Fahrrad aufzutreiben. Thomas Klein und seine Frau Bettina schenken Nicki dieses Fahrrad. Der Bub hat trotzdem noch einen großen Wunsch. Er spielt leidenschaftlich Fußball und würde das auch hier in Rodgau gerne tun.

Die AWO unterstützt auch Geflüchtete in der Waldschule in Groß-Welzheim Menschen mit Kleidung, Schuhen, Taschen und Bettwäsche. Rodgauer, insbesondere der Chor Cantiamo des Männerchores 1842 Dudenhofen, haben Steppke zufolge dafür großzügig gespendet. Auch unterstützt die AWO den Darmstädter Bauverein AG, der eine Spedition beauftragt hat, Hilfsgüter nach Uschhorod in der Ukraine zu befördern.
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