Deutsche Bahn Systel spendet 2.000 Euro an Rodgauer Hospiz am Wasserturm Für die letzten Wünsche

Frank Pethé von der Deutsche Bahn Systel GmbH, Christina Dölle (Leitung Hospiz), Robert de Rigo und Michael Stoll (beide Deutsch Bahn Systel), Petra Roth (ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt und Kuratoriumsmitglied der Werte-Stiftung) sowie Nikos Stergiou (Vorsitzender der Hospiz Stiftung Rotary Rodgau) bei der Spendenübergabe. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Das Rodgauer Hospiz am Wasserturm hat eine weitere Zuwendung erhalten. Die Spende in Höhe von 2.000 Euro von der Deutschen Bahn Systel ging über die Werte-Stiftung an Christina Dölle, Leitung des Hospiz am Wasserturm.

Zur Feierrunde begrüßte Lothar Mark, Mitglied der Rotarier-Hospiz-Stiftung. Die ersten Worte im Rahmen der kleinen Feierrunde übernahm Nikos Stergiou, Präsident des Rotarier Clubs Rodgau. Er erwähnte die 3,6 Millionen Euro Investitionsvolumen, die bereits durch Spenden eingenommen und für den Bau des Hospizes genutzt wurden.

Dann griff Petra Roth zum Mikrofon. Sie ist ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt und Mitbegründerin der Werte-Stiftung. Diese wurde ins Leben gerufen, so Petra Roth, als sie mit Deutschlands Großindustrie in Asien unterwegs war. Die Werte-Stiftung hilft mit Zuwendungen von Mensch zu Mensch und bei Baumaßnahmen, „überall dort, wo der Staat nicht helfen kann“, so Petra Roth. Ein wohnortnahes Hospiz, so die Oberbürgermeisterin a.D. weiter, ist das, was auch in Städten gewünscht ist.

Michael Stoll von DB Systel erläuterte den Grund für die Spendenwahl zugunsten der Rodgauer Hospiz-Einrichtung: Menschen brauchen Betreuung und Aufmerksamkeit in allen Lebensphasen, auch in dieser letzten.

Christina Dölle bedankte sich für die Spende. Die Hospizleiterin berichtete kurz über den Start des Hauses im zeitigen Frühjahr. Zwölf Zimmer gibt es zurzeit. Sie gab Einblicke in die Ziele der Einrichtung, Menschen ein Zuhause zu bieten, und ihnen eine letzte gute Lebenszeit zu ermöglichen – etwa mit einem Bad in der Sonne oder einer Handmassage. Auf genussvolle kulinarische Wünsche gehen ihre Mitarbeiter ebenfalls ein. „Jeder Tag soll etwas Besonderes sein“. Die durchschnittliche Verweildauer der Gäste liegt bei fünf Tagen.

Am 16. April wurde der ersten Hospizgast aufgenommen, inzwischen sind dort 50 Menschen verstorben. Jede Person wird individuell betreut, so die Einrichtungsleiterin.

Das Hospiz braucht weiterhin Spenden. „Es geht nicht ohne“, sagte Lothar Mark von der Rotarier Hospiz-Stiftung. Er beziffert das Defizit im Anfangsjahr auf 70.000 bis 80.000 Euro, da von den Kostenträgern der Krankenkassen lediglich 95 Prozent übernommen werden.

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