50 Jahre evangelischer Glaube in Nieder-Roden Fuß fassen in katholisch geprägter Umgebung

Frank Stoffels vom Arbeitskreis Heimatkunde (links) und Thomas Haag, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, präsentierten den Ausstellungsbesuchern die historische Bibel aus dem Archiv der Kirche. Zuvor dankte die evangelische Gemeinde den Heimatkundlern für die Zusammenarbeit mit einem Scheck über 300 Euro. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Die evangelische Gemeinde Nieder-Roden (EKNR) ergründete gemeinsam mit dem Arbeitskreis für Heimatkunde Nieder-Roden (AKHNR) ihre Geschichte. Mit einem Festgottesdienst begingen die Gläubigen das Jubiläum zu 50 Jahren evangelischer Glaube im Süden Rodgaus. Danach zogen die Nieder-Röder ins Heimatmuseum des AKHNR, um dort die themenbezogene Ausstellung zu eröffnen. Zu den Exponaten zählten Kirchenfenster, Bilder zur Grundsteinlegung, Gesangbücher, Informationstafeln und das Altarkreuz, dazu gesellten sich bewegte Bilder, die die Aufmerksamkeit der Besucher fesselten. Es gab Filme von der 1 200-Jahr-Feier und Zeitzeugeninterviews, die in aufwendiger Arbeit zusammengeschnitten wurden.

Am Gottesdienst wirkten mit Pfarrer Benjamin Graf, Thomas Haag und Birgit Rüggeberg, als Vorsitzende des Kirchenmusik-Ausschusses, dazu Jutta Scheidhauer-Würz, Leitern der Kindertagesstätte Birkenhain sowie Sylvia Heiber-Loichen (Kirchenvorstand) und der neue Kirchenchor unter der Leitung von René Frank, welcher als Chorleiter in einer Zeremonie eingeführt wurde. Es folgte der erste Auftritt der Gesangsformation mit 33 Stimmen.

Für das Dekanat sprach Elke Tomala-Brümmer als Vertretung des Dekans Carsten Tag, sie rekapitulierte den Beginn des Gemeindeaufbaus mit der Errichtung der Christuskirche und das Gemeindehaus 1977 sowie die Hospizarbeit.

Margit Müller-Ollech trat in Vertretung des Pfarrgemeinderats vor das Auditorium. Kulturdezernent Winno Sahm erinnerte an die Hürden beim Fußfassen der Gemeinde in der katholisch geprägten Region.

Nach dem Gottesdienst eröffnete der AKHNR die Ausstellung zum Gemeindejubiläum. Der Verein kümmert sich seit seiner Gründung um die Bewahrung und Aufbereitung der Lokalgeschichte. So eröffnete der AKHNR-Vorsitzende Frank Stoffels vor mehreren Dutzend Besuchern die gemeinsam erarbeitete Ausstellung „Von Ihm - durch ihn - zu Ihm“. Das Motto war wohl gewählt, diese Worte untermalten die ersten Hammerschläge zum Bau der evangelischen Christuskirche 1961 (damals noch Schulstraße), ausgeführt vom damaligen Pfarrer Hose. Bei der Bibel aus den 1960-er Jahren, die sonst im Archiv des Gemeindebaus am Puiseauxplatz ruht, wurde jene Seite mit dem Zitat aus den Römerbriefen aufgeschlagen und auf einem Altar im Heimatmuseum ausgestellt: „Von Ihm - durch ihn - zu Ihm“.

Frank Stoffels vom AKHNR und Thomas Haag (EKNR) trugen das Buch gemeinsam in den Ausstellungsraum. Die Jahresausstellung im Heimatmuseum bleibt das ganze Jahr zu den Öffnungszeiten zu sehen.

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