Eine Gaudi-Rakete nach der anderen für die Akteure Gäste singen bei Sitzung der TG begeistert mit

Die Golden Merwes brillierten mit Ohrwürmern der Popgeschichte aus den letzten Jahrzehnten. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Bei den beiden großen Sitzungen der Turngemeinde Nieder-Roden (TGN) huldige das närrische Publikum den Bühnenakteuren mit Applaus, Jubel und gesanglicher Unterstützung. Unter der Leitung des Sitzungspräsidenten Peter Wade zündete die Bühnencrew eine Gaudi-Rakete nach der anderen, und feierte so mit den Gästen einen Höhepunkt der Fastnachtskampagne.

Kindergarde und Rot-Weiß-Garde hatten für die Aufführung ihrer fetzigen Märsche im Lauf des Jahres viel trainiert, sie schwangen zur Begrüßung das Tanzbein und brachten so das Publikum zum Jubeln.

Meinungsfreiheit im Netz kann auch über das Ziel hinaus schießen: Protokollerin Francine Olschewski hielt Justitia den kritischen Spiegel vor.

Mit besten Grüßen an die HSG-Handballer löste sie Jubel im Saal aus: „Hier ist zu sehen, was Team und Gemeinschaft ausmacht, ich glaube an euch“.

Dann hatte das „Sicherheitspersonal“ auf der Bühne alle Hände voll zu tun. Beim Auftritt der Muckelchen traten zwei Politgrößen von Weltruf vor das Publikum. Beim Zwiegespräch zwischen „Donald Trump“ (Daniel-Martin Hausner) und „Boris Johnson“ (Frank Schüler) reihten sich Kalauer an Kalauer, und die Nachbarschaft zu den Dudenhöfern blieb natürlich nicht unkommentiert.

Echte Nirre-Räirer, wie die Muckelchen, durchschippern ihr Ortskern-Bermuda-Dreieck und finden Erleuchtung „In the Angel“ on the Mainstreet Downtown.

Später holte die Truppe noch das Männerballett Asychronitas mit dem Tanz „Sister act“ zum umjubelten Auftritt auf die Bühne.

Andreas Kraus trat mit seiner (Tor-)Tour durch die Supermarktregale ebenso in die Bütt, wie Jenny Roski. Bei ihr stand die große Verwandlung im Vordergrund: Raus aus der alten Kittelscherz‘ und hinein in das eigenbestimmte Arbeitsleben.

Die TGN-Fastnacht zog erneut die musikalischen Joker aus dem Hut. Seit 40 Jahren schreiben die Golden Merwes Karnevalsgeschichte. Zu den vortrefflich vorgetragenen Pop-Hits standen Besucher im Saal auf den Stühlen und der Elferrat grüßte mit den Ziffern des runden Geburtstages: 40.

Gelungener Sketch (fast) ganz im Schwarz, von Robin Betzel und John Nichols im Bob 69 der Jamaicanischen Nationalmannschaft. Wortlosen Familiy-talk präsentierten die Seitels. Reichlich Smileys machten die Runde - ohne Worte.

Inzwischen waren die Damen der Rot-Weiß-Garde in noch schickere Kostüme geschlüpft. So entstiegen sie mit einem tollen Schautanz dem Bösen in ihnen.

Vorteile und Hürden der modernen digitalen Kommunikation glossierte die Alte Garde. Wohin soll es für das weibliche Quintett denn nun gehen? Malle-Party, Wellness-Oase oder Rentner-Aquarium?

Jedes Jahr zaubern die jungen Damen der Habaneros tolle Tänze aufs Parkett. Dieses Jahr entstiegen die jungen Damen der Kälte des Eises und erhoben sich mit feurigen Rhythmen.

Nach der Premiere in der TG-Bütt vor zwei Jahren zelebrierte Florian Lebherz in seiner Paraderolle als 111-jährige Großmutter Fräulein Kokolores erneut eine seiner unnachahmlich süffisant-charmanten Kalauerparaden. Der Mann hat sehr viel Erfahrung auf der Fassenachtsbühne, der frühere Trainer der 1. Damen-Handball-Mannschaft ist seit diesem Jahr Vorsitzender des Bezirks Mittelrheinischer Karneval Darmstadt/Bergstraße.

Unter den Augen des Elferrats wurde im 70. Jahr der TGN-Fastnacht eine Licht-Premiere zelebriert. Eine neu installierte Schau sorgte für stimmungsvolle Illumination im Saal.

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