In Hainhausen Hinter dem Brühl wurde eine neue Freizeitanlage eingeweiht Jetzt kann gebolzt werden

Der neue Bolzplatz Hinter dem Brühl ist eröffnet. Zu einem ersten Fußballspiel als Motiv für die Pressefotografen trafen sich nach der wöchentlichen Pressekonferenz von links Stadtrat Michael Schüßler, Fachdienstleiter Peter Kämmerling, Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Sebastian Birner vom städtischen Fachbereich Grünflächen sowie Axel Karl (Fachbereichsleitung Grünflächen und Forst). Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – In Hainhausen Hinter dem Brühl ist der neue Bolzplatz eröffnet. Im Rahmen einer Pressekonferenz berichteten die Entscheidungsträger der Stadt über Details.

Der Bolzplatz liegt etwas außerhalb, aber nicht so weit, sodass keine „soziale Kontrolle“ mehr gewährleistest wäre, so Bürgermeister Jürgen Hoffmann.

Rundherum sind bereits 25 Baumpflanzungen getätigt, Blühstreifen folgen noch. Auf letztere legte das Jugendparlament wert, so der Verwaltungschef.

67.000 Euro betragen die Kosten der Anlage. Die Pflege übernimmt der Bauhof: Ein Mal wöchentlich wird gewässert, ein Mal pro Monat wird gemäht.

Es gab Konflikte mit den Anliegern, sprach der Bürgermeister eine Unterschriftensammlung der Anwohner und die Sorgen der Pferdebesitzer in südlicher Nachbarschaft der Anlage an. Nach den Gesprächen wurde in Richtung der Pferdekoppel ein zusätzlicher Ballfangzaun angebracht. „So ist die Gefährdung der Pferde minimiert“, betonte der städtische Sachbearbeiter Sebastian Birner.

Fachdienstleiter Peter Kämmerling gab Einblick in konzeptionelles Denken: Die Gestaltqualität ist hoch in Bezug auf Grünflächen, in den vergangenen Jahren kristallisiert sich die Linie der gesteigerten Aufenthaltsqualität heraus, denn öffentliche Räume sind das Aushängeschild einer Stadt, so Peter Kämmerling. Rodgau hat dadurch durchaus ein Alleinstellungsmerkmal in der Region.

Dies bestätigte Bürgermeister Hoffmann: „Wir versuchen, Räume zu sichern, nicht die Menschen von einem Ort zum nächsten zu jagen“. Am Bolzplatz kann sich die Familie treffen, so der Verwaltungschef. An den beiden außerhalb des Sportplatzes angelegten Sitzgruppen mit Verweilqualität konsumiert die Familie Kaffee und Kuchen, während die Kinder kicken.

Stadtrat Michael Schüßler unterstrich die Aussagen pro Lebensqualität durch eine Liste mit Spielplätzen und dem Helixpark in Hainhausen, letzterer „in einer Qualität, die ihresgleichen sucht“. „In den letzten zehn Jahren wurde etwas geschaffen“, so der Stadtrat in Bezug auf die Lebensqualität in Rodgau.

Zu Beginn der Planungen kam der Widerstand aus der Bevölkerung gegen den Bolzplatz auf. Anwohner, die sich für Häuser und Wohnungen am Feldrand wegen der Ruhe an der Natur entschieden hatten, befürchteten nun „Bolzplatztourismus, Lärm und Musik“ sowie jede Menge Schreckmomente für die Pferde. Die für die Sportfläche vorgesehene Wiese sei aus Sicht der in der Nähe wohnenden Bürger völlig unangebracht. Eine Unterschriftensammlung gegen die Umsetzung ging seinerzeit ins Rathaus. Der zu erwartenden Lärmpegel rief die Bürgerinitiative ins Leben. Für wen soll das Fußballfeld sein, fragten die Anwohner. In unmittelbarer Nähe gäbe es nur Familien ohne oder mit ganz kleinen Kindern. Im Sommer könnte sich der Bolzplatz zu einem Jugendtreff entwickeln.

Außer dem Lärm sahen die Anwohner gar eine Gefahr durch den Sport. Denn der Platz liegt zehn Meter entfernt von einer Pferdekoppel. Die Fluchttiere könnten ausbrechen, hieß es damals aus den Reihen der Bolzplatz-Gegner.

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