Dudenhöfer investieren viel Zeit in ihr Hobby

Geflügelzüchter freuen sich über Auszeichnungen

Zuchterfolge aus Dudenhofen kamen kürzlich bundesweit zu Ehren. Von der Nationalen Bundesschau brachten Anette Luhs Sundheimer das HV-Siegerband mit nach Hause, Manfred Kratz‘ Englische Zwergkröpfer wurden mit dem V-Siegerband gekürt. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – In diesem Herbst wurden Tiere des Geflügelzuchtvereins Dudenhofen auf Bundesschauen hoch dekoriert. Bei der Nationalen Bundesschau in Erfurt mit insgesamt gut 20.000 Tieren errang Anette Luh mit der Rasse Sundheimer das HV-Siegerband.

Manfred Kratz gewann das V-Siegerband mit seinen Englischen Zwergkröpfer, Helmut Mahr bekam das V-Grüne Band mit seinen Zwerg-Italienern schwarz-weiß-gescheckt, Reinhold Reis wurde für die Zuchterfolge mit den Münsterländer Feldtauben mit dem HV-Weißem Band ausgezeichnet und Harald Schenkel bekam des HV-Grüne Band überreicht für seine Tiere der Rasse Zwerg-Wyandotten silber gebändert.

Zwei Wochen zuvor reisten Mitglieder des Zuchtvereins nach Leipzig zur Deutschen Taubenschau. Auch dort holten die Dudenhöfer große Auszeichnungen: Manfred Kratz und Reinhold Reis wurden Deutsche Meister mit ihren Tieren der Rassen Englische Zwergkröpfer und Libanontauben.

Zu den Siegen auf Bundesebene gesellten sich auch Erfolge bei der Kreismeisterschaft in Seligenstadt.

Tierliebe, Fleiß und Ausdauer bringen die Züchter ein

Bis sich solche grandiosen Erfolge einstellen bedarf es jahrelanger Zucht und täglicher Pflege. Die Mitglieder sind 365 Tage im Jahr bei ihren Tieren. Morgens wie abends dauern Fütterung und Wasserversorgung zwischen 30 und 60 Minuten. Dazu kommt das sehr häufige Reinigen der Ställe und des Auslaufs.

In der Brutzeit erhöht sich noch der Aufwand, so Manfred Kratz, bei seinen Tauben setzt er Hahn und Henne zusammen, und die Brut ist zu überwachen.

In einigen Fälle sind kaufmännische Tätigkeiten an der Tagesordnung mit dem Führen des Zuchtbuchs.

Welcher Nachwuchs stammt von welcher Henne?

Erfahrene Züchter erkennen sogar an Eiform und -farbe, welche ihrer Hennen das Ei gelegt hat, so Reinhold Reis. „Das klappt natürlich nur in der Einzeltierhaltung“, ergänzt Helmut Mahr, „nicht bei Massentierhaltung“.

Jetzt, in der kalten Jahreszeit, muss auf eisfreies Trinkwasser geachtet werden. Die Tiere selbst sind mit ihrem Federkleid geschützt, aber technische Helferlein wie Tränkenwärmer und Frostwächter sorgen für trinkbare Flüssigkeit.

Beim Futter setzen die Tierfreunde auf handelsübliche Mischungen, die speziell auf die jeweiligen Rassen abgestimmt sind.

Im Winter ist vor allem eisfreies Trinkwasser wichtig

„Meine Libanontauben haben 600 bis 700 Gramm“, so Reinhold Reis, da muss Fettreiches im Futter sein wie Mais und Sonnenblumenkerne.

Etwas Hausmannskost darf es laut Anette Luh zwischendurch auch Mal für das Federvieh sein. Mal kommen Kartoffelschalen mit ins Futter, mal bringt eingeweichtes Brot etwas Abwechslung in den Napf, und im Winter darf es auch gerne ein vitaminhaltiger Grünkohl sein. Dann bleiben die Tiere gesund für die Erfolge bei den nächsten Schauen.

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