Neujahrsempfang in St. Matthias in Nieder-Roden Mit Gottvertrauen in die Zukunft

Pfarrer Peter Eckstein hielt eine bewegende Ansprache beim Neujahrsempfang der Gemeinde St. Matthias. Vor den etwa 120 Gästen stellte sich auch der neue Pfarrgemeinderat vor, und der Geldbetrag der Sternsinger-Sammel-Aktion wurde verkündet. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Die Sankt-Matthias-Gemeinde lud zum Neujahrsempfang. Der Dank des Pfarrers Dr. Peter Eckstein ging an alle tatkräftigen Hände und alle Ehrenamtlichen, die im Stillen für die Gemeinde arbeiten.

Das zentrale Thema in der Rede stellten die Finanzen dar. Finanziell wird der Druck immer stärker, erläuterte Pfarrer Eckstein. Das Bistum ist Zwängen unterworfen und muss reagieren, mit Auswirkungen auf die Pfarreien. Die Zuweisungen werden weniger, die Aufgaben nicht.

„Es wird nicht billiger, die Kirche zu heizen“, so der Geistliche. Die Gremien werden mit den neuen Zahlen konfrontiert, trotz aller bereits erarbeiteten Sparmaßnahmen. „Wir haben versucht, Einsparungen zu erzielen von knapp 20.000 Euro“, da ist der Verkauf der Begegnungsstätte mit eingerechnet, die mit knapp 11.000 Euro zu Buche schlägt.

So sprach Pfarrer Dr. Peter Eckstein von einem Jahr des Umbruchs. Im Bereich der Finanzen jagt eine Verordnung die nächste. „Da werden Fakten geschaffen, mit denen dann die Verwaltungsräte konfrontiert werden und zurecht kommen müssen“. Bezogen auf die St. Matthias-Gemeinde betonte er, im Verwaltungsrat des Jahres 2019 wurde sich intensiv Gedanken gemacht, wo und wie Einsparungen erzielt werden können. Pfarrer Dr. Peter Eckstein erwähnte die Veräußerung der Begegnungsstätte, „es ist uns wirklich nicht leicht gefallen, wir mussten uns dieser Herausforderung stellen, wir haben keine Wahl“.

Die finanziellen Verbesserungen, die im Lauf 2020 erzielt werden sollten, sind bereits zur Überraschung des Pfarrers in die Haushaltsplanung der kommenden Zeit eingebaut. Die entsprechenden Ergebnisse in der Gemeinde sind noch gar nicht erzielt, da werden sie bereits als Grundlage für weitere Berechnungen übernommen. Das ist von Seiten der Diözese kein böser Wille, die Bistümer stehen unter enormen Druck, betonte der Pfarrer, von seiner Seite somit kein Vorwurf, sondern er sah die Entwicklung mit großer Besorgnis.

Darauf zog er den Vergleich zur Politik: „Mich hat das sehr erinnert, an den Bereich der Politik“. Dort werden Fakten von Bund und Ländern über Gesetze geschaffen, die die Kommunen „ausbaden dürfen“, Kommunen können sich verschulden und Steuern erhöhen und Gewerbegebiete ausweisen, die Gemeinde kann das nicht.

Totz aller Bemühungen bleibt ein Minus von 14.000 Euro.

„Ich wünsche mir, das wir in unserem Bistum, das sich auf Ebene der Pfarrgemeinderäte so sehr um Dialog bemüht, einen Weg finden, dass wir zusammen gut zurecht kommen“. Der Pfarrer sah darin eine Herausforderung für 2020. Beträge, mit denen man bisher fest rechnen konnte, haben binnen eines Jahres den Charakter einer besonderen Zuwendungen bekommen. „Und dieser Unterschied ist erheblich“.

Trotz aller Veränderungen ging ein optimistischer Blick in die Zukunft: „Wir werden den Prozess meistern, mit zwei Dingen, mit Gottvertrauen und Klarheit“.

In den 21 Jahren in der Gemeinde haben ihn die Nieder-Röder bewiesen, was alles möglich ist, wenn Zusammenhalt besteht. In diesem Zusammenhang verwies er auf den Bau der Rollwaldkirche und auf den Bau des Waisenhauses in Nicaragua.

Der Pfarrer ging ein auf Hass und Häme im Internet: „Wir machen da nicht mit“, jeder darf Kritik üben, aber so, dass daraus gelernt werden kann, dass der Weg gemeinsam weiter gegangen werden kann, betonte der Pfarrer, so kann Vieles möglich sein, trotz Zahlen und Finanzplanung.

Der neue Pfarrgemeinderat stellte sich vor: Gewählt wurden kürzlich Brigitte Lorenz als Vorsitzende, Lars Keller als ihr Stellvertreter, Marina Komarek, Ines Hitzel, Andreas Knapp, Mirella Avantaggiato und Julia Ladwig.

Die Sternsinger traten ebenfalls in den Vordergrund. Tags zuvor sammelten sie 8 817,96 Euro für Projekte in fremden Ländern.

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