In letzter Lebensphase das Leben lebenswert gestalten Grundsteinlegung für das Hospiz in der Grünanlage

Bei der Grundsteinlegung am neuen Hospiz wurde den Spendern herzlich gedankt. Frische Gelder gingen ein für das 3,6 Millionen Euro-Projekt. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Die Arbeiten zum Rohbau begannen am 1. April und waren zwei Wochen vor der errechneten Zeit abgeschlossen. Ende Juli feierte die Hospiz Stiftung Rotary Rodgau das Richtfest, nun war die Zeit gekommen für die Grundsteinlegung.

Mehr als 130 Gäste wohnten der Zeremonie bei. Herbert Sahm, der Präsident der Rotarier Rodgau und Schatzmeister der Hospiz-Stiftung, wies auf die uralte Tradition beim Hausbau hin, Opfergaben unter der Feuerstelle zu platzieren.

Findling liegt über Kapsel mit Zeitung und Münzen

Die Dokumente bei der Grundsteinlegung des Hospiz wurden nicht im Hausfundament vergraben, sondern sind nun Teil der noch anzulegenden Grünfläche. Dr. Carsten Lehr, Vorsitzender des Kuratoriums, versenkte die Zeitkapsel unter einem riesigen Findling. Der Naturstein wiegt 750 Kilogramm. Er wurde von Thomas Haufler von der gleichnamigen Gartenbaufirma unter Zuhilfenahme schweren Geräts über die Dokumentenkapsel gelegt. In dem Gefäß enthalten sind eine Tageszeitung, Münzen und die Namen aller, die an der Errichtung des Gebäudes mitwirken.

Besonders freute die Verantwortlichen, dass sich das Bauvorhaben innerhalb des geplanten Budgets bewegt.

2,1 Millionen Euro wurden bereits verbaut. Davon sind 1,8 Millionen Euro Zuwendungen. Eine weitere Million Euro ist von der Wertestiftung zugesagt. Zur Finanzplanung kommen auch Privatdarlehen sowie weitere noch zu beschaffende Zustiftungen, um das 3,6 Millionen Euro Projekt zu stemmen.

Mit unter den Festrednern waren die künftige Hospiz- und Pflegedienstleiterin, Christina Dölle, und Dr. Klaus Bartl als Sprecher der Geschäftsleitung. Sie vertraten den künftigen Betreiber „Mission Leben“. Die Institution hat ihre Wurzeln in der evangelischen Kirche und wird in dem Hospiz jene Menschen auf dem letzten Weg begleiten, deren Versorgung zu Hause nicht gewährleistet ist. Die Hospiz-Stiftung ging auf „Mission Leben“ zu, um zusammenzuarbeiten.

Christina Dölle erklärte bei der Grundsteinlegung, dass es Hauptziel sei, „schwerkranke Menschen zu betreuen, nach ihren individuellen Bedürfnissen, wir wollen den Tagen mehr Leben geben, ein Wohlfühlbad gestalten, oder einen Waldspaziergang, das sind ganz viele kleine Dinge, womit man Menschen, etwas zurückgeben kann in der letzten Lebensphase“. Christina Dölle bestätigte die Offenheit ihres Hauses für Angehörige aller Religionen.

„Wir müssen darauf achten“, so Dr. Klaus Bartl, dass alle Kraft darauf ausgerichtet ist, das Leben so lebenswert in dieser Phase zu machen, und nicht zu versuchen, eine Krankheit zu bekämpfen“.

Das Projekt kostet insgesamt 3,6 Millionen Euro

Unterdessen spenden in Rodgau und Umgebung viele Menschen weiter für die weiteren Arbeiten. Zu den finanziellen Zuwendungen aus fleißigen und tatkräftigen Händen gehören die 3 000 Euro, die Senioren und der gesamte Helferkreis der Kirchengemeinde St. Matthias zusammengetragen hatten.

Nach Fertigstellung werden in dem Gebäude ein Dutzend Gästezimmer mit Nasszellen und ein Zimmer für Angehörige entstanden sein. Dazu kommen ein Raum der Stille, das Leitungszimmer, ein Wohlfühlbad, Sozialräume für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Funktionsräume sowie Besprechungsräume für die ambulanten Hospiz- und Palliativgruppen.

Jedes der Gästezimmer hat eine eigene Terrasse mit Zugang zur parkähnlich angelegten Grünanlage.

Herbert Sahm dankte für die Spenden, der Finanzchef der Stiftung wies auf die Einweihung des Hospizes am 28. Februar 2020 um 11 Uhr hin. Schon am 1. und 2. Februar sind dann Tage der offenen Tür, an denen sich Besucher die Räume in aller Ruhe anschauen können. .

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