Beim Rathaussturm übernehmen Narren die Macht und leere Kassen Gute Laune trotz Flaute

Prinzenpaare mit Stadtrat (von rechts): Prinz Karneval Holger II., seine Prinzessin Sarah II., das Jugendprinzenpaar Amelie I. und Robin I., blickten nach dem Rathaussturm traurig ob der leeren Kassen. Stadtrat Michael Schüßler (links) musste sich den Narrenansturm geschlagen geben. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Mit dem Rathaussturm ging die Fastnachtskampagne in ihre heiße Phase. Die „Verteidiger“ der Verwaltungshochburg hatten keine Chance, das närrischen Volk stürmte den Gebäudekomplex, und übernahm die Regentschaft. Die „Gugisheimer“ des JSK bauten im Hof des Rathauses die beiden Konfettikanonen auf. Nach zwei lautstarken Salven stürmte Gugi Phillipp Jansen durch die mit Packpapier „gesicherte“ Rathaustür und führte die närrische Schar in das Büro des Bürgermeisters. Dort übernahmen Holger II. und Prinzessin Sarah II. die Stadtkasse. Viel war nicht zu holen, die Blicke in die Geldkassette ließen die Fastnachtsherzen nicht gerade höher schlagen.

Bereits eine Stunde zuvor tönten die Stimmungshits der Giesemer Trottwa-Lersche aus den Boxen. Dann rückte der Höhepunkt des Nachmittags immer näher. Zwar wohnen die Tollitäten vis à vis des Rathauses, sie hätten somit die kürzeste Anreise zum Rathaussturm aller Zeiten gehabt, trotzdem führte ihr Hofstaat sie durch die Straßen Giesems. Dann kamen sie per Pferdekutsche am Bürgermeister Hermann-Sahm-Platz an und der Hofstaat rollte den roten Teppich aus. Gemeinsam mit dem Jugendprinzenpaar Robin I. und Amelie I. sowie den Sitzungspräsidenten Peter Otto und Yves-Joel Grimm stürmten sie die Bühne. Dort ergriff Peter Otto das Mikrofon: „Wir sind seit fünf Uhr auf den Beinen, Manche waren nach dem „Rodgau-Zinnober“ erst gar nicht im Bett.“ Prinzenwecken und die Räume für den Prinzenball herrichten: Fastnacht ist eine ernste Angelegenheit.

Trotz dieser Pflichterfüllung waren die Gesichter voller Freude ob des Finals der Kampagne.

Das Prinzenpaar griff die Giesemer „Baustellen“ auf, wird’s in der Konrad-Kappler-Straße hell, bevor sich jemand ein Bein bricht?

Fast hätte Moderator Peter Otto den Verteidigern das Wort nicht überlassen. Stadtrat Michael Schüßler nahm es sportlich, er ging für den erkrankten Bürgermeister in die Bütt: „Wir bauen Kindertagesstätten überall, weil keine Stadt so viele und so schöne Kinder hat“. Wie wäre es mit einer Neugestaltung des Ex-Feuerwehrgeländes in Jügesheim? Einen Marktplatz, um einen zu heben, Angebote, die man sonst nicht kennt, und Parkplätze, so stellte der Stadtrat sich die Zukunft vor.

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