Kerb in Hainhausen lockt viele Besucher an Kurzweil bei Vereinen an der längsten Theke

Ein Prosit auf die Haahäuser Kerb. Die Kerbborsche organisierten die Längste Theke am Freitag Abend. Und der Nachwuchs macht schon fleißig mit. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Bei der Hainhäuser Kerb kam letztes Jahr noch die kühle „Dusche“ von ganz oben. Dieses Jahr ging der bange Blick am Freitag Abend eher in Richtung Bierfass, das auf den offiziellen Anstich wartete. Als Igemo-Vorsitzender und somit Chef-Organisator der Kerbfeierlichkeiten, stellte sich Ralf Kunert der Herausforderung.

Ein schelmisches Grinsen von allen Seiten begleitete ihn auf dem Weg zu dieser traditionellen Zeremonie. Niemand beneidete den Kerbvadder um seine Aufgabe. Vom gefährlichsten Fass Rodgaus war die Rede, und von einem chirurgischen Eingriff. Seit 2013 ging kein Fassbieranstich ohne Sprühnebel über die Bühne, Ralf Kunert selbst nahm es mit viel Humor, 2013 war er der Beginn dieser „Tradition“. Diesen Fluch galt es nun zu brechen. Wenn es auch drei Minuten dauerte, und letztendlich doch die Brille gereinigt werden musste, so resümierte Alleinunterhalter Günther Feltes: „So wenig hat es noch nie gespritzt“.

Alle finden Platz

Die „Längste Theke“ machte ihrem Namen alle Ehre. Mehr als 50 Meter lang waren die Stehtische aneinandergereiht auf dem Gelände vor dem katholischen Gemeindezentrum. Dort kamen Besucher mit Hainhäuser Gruppierungen in Kontakt, die sonst selten im Rampenlicht stehen. Die Ost-West-Verbindung hat nichts mit einer Autobahntrasse zu tun, sondern sie ist ein Freundeskreis, der durch den S-Bahnbau voneinander getrennt wurde. Zu Fuß kein Problem, mit dem Auto etwas abliefern, bedeutet heute eine Fahrt um West-Hainhausen. Da wollte es so gar nicht ins Bild passen, dass just diese Freundesgruppe an der Lange Theke durch die Unterbrechung der Tischreihe voneinander getrennt war. Torsten Rudolph von den Kerbborsche ließ kurzerhand den Fauxpas beheben.

Gleich daneben hatten sich die Rinnebuzzer einige Meter Lange Theke gesichert. Die Hobby-Kegler waren schon mehrfach Stadtmeister, die zwölf Aktiven treffen sich alle zwei Wochen bei der Sportgemeinschaft Hainhausen (SGH) zum fröhlichen Kugelschieben. Große Unterstützung erhielten die Kerbborsche von den Kerbmädels. Kerbborsche-Chef Torsten Rudolph sprach den Damen großes Lob aus für das Engagement während der großen Feier im Pfarrgarten.

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