Großes Welttheater spielt „Störtebeker“ Leben des Freibeuters in Rückblenden auf Bühne

Die Piraten sind los. Hinter der Feuerwache-Süd werden bald Handelsschiffe von den Vitalienbrüder gekapert und die Konflikte zwischen den Mächtigen ihrer Zeit ausgefochten. Dann führt das Große Welttheater „Der Mann ohne Kopf - die Störtebeker-Story“ auf. Bereits jetzt laufen die Freilichtproben an jenem Ort, an dem auch die Premiere stattfinden wird. Die beiden Regisseure Bettina Hartmann und Erik Schmekel arbeiten mit den 80 Schauspielern und Statisten die Szenen bis ins Detail aus. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Seit Februar probt das Große Welttheater mindestens drei Mal pro Woche. Ab dem 15. August entführt die Theatergruppe ihre Zuschauer bei den Freilichtaufführungen auf die Meere des 14. Jahrhunderts. „Der Mann ohne Kopf - die Störtebeker-Story“ wird an sechs Abenden hinter dem Feuerwehrhaus-Süd aufgeführt werden.

Das bekannte Ende des Seeräubers wird im Fünf-Akter gleich zu Beginn präsentiert: Klaus Störtebeker wird um einen Kopf gekürzt.

Nach dem Tod des Seeräubers können sich die Zuschauer auf eine zweieinhalbstündige Aufführung freuen. Das Leben des Protagonisten wird dem Publikum im Rückwärtsgang näher gebracht. 53 Sprechrollen, von 44 Schauspielern gemimt, plus die Statisten mit diversen Aufgaben, zeigen die vermeintlichen Geschehnissen auf Nord- und Ostsee.

Hart ging es zu im Leben des Seeräubers. In ihren Rollen werden die Schauspieler in den Kerker geworfen, müssen in den Krieg ziehen oder verlieren, wie der Kapitän, den Kopf.

Zuvor brechen allerdings schönere Zeiten für ihn an: Er ehelicht Asta Ten Broke, und sein legendärer Konsum von vier Litern Bier in einem Zug, ging ebenfalls in die Geschichte ein. Schließlich kam er so zu seinem Namen: Störtebeker, Becherstürzer.

Insgesamt stehen 80 Personen auf der Bühne, im Alter von acht bis 80 Jahren. Sie präsentieren in dem Stück fünf Generationen Störtebeker.

Teilweise sind ganze Schauspieler-Familien mit drei Generationen Teil des Stücks, wie Regisseur Erik Schmekel vorrechnet: „Die Familienbande ist hier recht groß“, was für ein positives Arbeitsklima sorgt.

Positiv auch die Proben im Freien am Ort der Uraufführung. Regisseurin Bettina Hartmann: „Wir müssen im Freien proben, es ist etwas ganz anderes, als im Saal zu proben, die Stimmung ist anders, man muss dort proben, wo es später stattfindet, es ist ein ganz anderes feeling, man muss gegen den Wind ankommen“.

Gegen den Wind ankämpfen mussten auch Klaus Störtebeker und seine Piraten-Kameraden auf der Nord- und der Ostsee des 14. Jahrhunderts. Die Spannung bleibt für das Publikum trotz des bereits bekannten Endes hoch. Wie wurde Störtebeker zu einem Piraten? Und welche Intrigen webten damals die Mächtigen ihrer Zeit im Sinne ihrer Handelsverbindungen? Für das Publikum reichlich Stoff zum Mitfiebern.

Mit integriert in die Aufführung sind Sängerinnen und Sänger der Polyhymnia und des Kirchenchors sowie Mitglieder der Abteilung Jazz- und Moderndance der SG Nieder-Roden mit Tanz und Akrobatik.

Ort der Aufführung wird der Festplatz am Feuerwehrhaus Rodgau-Süd in Nieder-Roden sein vom 15. bis 17. und vom 19. bis 21. August.

Die Eintrittskarten gibt es unter anderem bei Joachim Schwab, Z  06106 71698; in der Gartenstadt-Bücherei, Z  06106 72410: in der Bücherstube Jügesheim, Z  06106 18080 und bei Frankfurt-Ticket, Z  069 1340400.

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