Pater John Peter freut sich auf seine Aufgaben in St. Nikolaus und St. Marien „Ich nehme auf, ich nehme wahr, ich tue die Arbeit, die vorgegeben ist“

Die katholischen Gemeinden St. Nikolaus und St. Marien haben einen neuen Pfarrer. Seit 1. September ist Pater John Peter dort tätig. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Pfarrer Pater John Peter wurde vor 48 Jahren in einem kleinen Ort in Indien geboren. Etwa 90 Familien lebten damals und auch heute noch dort. „Es hatte eine kleine Kirche“, plaudert Pfarrer Pater John Peter aus den Erinnerungen an die Heimat, „alle sind katholisch, bis auf eine Familie“. Diese ist hinduistischen Glaubens.

Seit gut fünf Jahrhunderten ist seine Heimatgemeinde christlich geprägt. So hat Pfarrer Pater John Peter keinen anderen Glauben kennen gelernt. „Schön finde ich, dass wir Christen geworden sind“. Auch bereits aus seiner Kindheit heraus stammt seine Überzeugung, Priester zu werden.

Nun tritt er das über 46 Jahre aufgebaute Erbe von Pfarrer Wendelin Meissner in Jügesheim und Dudenhofen an. Er ist sich der Größe der Fußstapfen bewusst, in die er tritt.

Pfarrer Pater John Peter geht mit einem guten Gefühl, wie er sagt, in seine neue Aufgabe. „Ich gehe hin, schaue an, und führe weiter, was bisher da ist“. „Ich nehme auf, ich nehme wahr, ich tue die Arbeit, die vorgegeben ist“. Zunächst ist für ihn der Blick auf die Gemeindemitglieder wichtig: Was brauchen die Menschen, was braucht die Gemeinde von einem neuen Pfarrer, er möchte weiterführen, was bis jetzt da ist, gemeinsam mit dem Kirchenteam.

Sein erster Gottesdienst in St. Nikolaus in Jügesheim war der am Samstagabend bei den Kirchweih-Feierlichkeiten. Offiziell trat er sein Amt am 1. September an. Die offizielle Einführung wird am Sonntag, 29. September, um 15.30 Uhr in Jügesheim sein.

Nach dem Abitur in seinem Geburtsland trat er dort der Schönstatt-Bewegung bei. Die Schönstatt-Bewegung wurde ihm wegen seiner marianischen Prägung von einem Priester in seinem Heimatland nahe gelegt.

Dann studierte er in Indien drei Jahre Philosophie. Dem folgte ein Jahr Theologie-Studium, bevor ihn sein Weg nach Deutschland führte. Hier absolvierte er das zweijährige Noviziat mit dem Kennenlernen der Gemeinschaft und auch dem nach Innen gerichteten Blick mit der Entscheidung, den geistlichen Weg weiterzugehen. Ein Praktikum im Krankenhaus, ein Jahr Jugendarbeit in Paraguay und ein weiteres Theologiestudium stehen ebenfalls in seiner Vita.

Gewirkt hat er bereits als Pfarrer in Saulheim in Rheinland-Pfalz. Dann wurde er zurückgerufen nach Indien, da ihm dort für drei Jahre das Amt des Provinzoberen übertragen worden war. Auch in Lampertheim arbeitete er übergangsweise als Pfarrer.

Angesprochen wird der neue Geistliche mit Herr Pfarrer oder Herr Pater. Seine Namen werden englisch ausgesprochen.

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