Petra Fischer übernimmt das Ruder

Neue Schulleiterin an der HBS in Rodgau

S. Meißner, links, Leiterin des Schulamts Offenbach, überreicht Petra Fischer die Ernennungsurkunde zur Direktorin der Heinrich-Böll-Schule in Rodgau. Foto: pul

Rodgau (red) – Seit 11. September hat die Heinrich-Böll-Schule eine neue Schulleiterin: Petra Fischer. Für Fischer ist das System der Integrierten Gesamtschule die Antwort auf die Probleme unserer Zeit: Inklusion und Seiteneinsteiger erfordern genaues Hinsehen, was in einer IGS schon strukturell bestens möglich ist. Außerdem fördert die IGS die vorhandenen Begabungen aller Schüler und Schülerinnen und entwickelt eventuelle Defizite.

Fischer unterrichtete von Anfang an im Bereich der IGS. Dabei war ihr Start nicht einfach. Ihr zweites Staatsexamen fiel in die Zeit des Lehrereinstellungsstopps. Trotz erstem Platz auf der Warteliste dauerte es acht Jahre bis zur ersten Festanstellung als Lehrerin. Während dieser langen Wartezeit arbeitete sie als Sekretärin in einer Wirtschaftsprüfung, war Mitarbeiterin einer Europaabgeordneten und betreute ein Mädchenausbildungsprojekt beim Internationalen Bund für Sozialarbeit. Als ihre Tochter gerade eine Woche alt war erhielt sie endlich eine Festanstellung an der Edith-Stein-Schule in Offenbach. Aufgrund des Babys konnte sie nicht sofort einsteigen, aber sie nutzte die Zeit trotzdem sehr intensiv. Zunächst unterrichtete sie Flüchtlinge aus Bosnien in Deutsch über das Amt für Multikulturelle Angelegenheiten in Frankfurt, später dann in der Lehrerkooperative erwachsene Ausländer.

Große Erfahrung

An der Edith-Stein-Schule angekommen, wandelte diese sich von einer Kooperativen in eine Integrierte Gesamtschule um. Fischer übernahm zu ihren Aufgaben als Lehrerin die Stelle der pädagogischen Leitung und wurde 2006 Rektorin. Während einer Schulleitungsvakanz an der ESS musste sie situationsbedingt bereits dort zusätzliche Verantwortung übernehmen.

Sie wurde dann für zweieinhalb Jahre als Dezernentin für die Integrierten Gesamtschulen an das Staatliche Schulamt in Frankfurt abgeordnet. Dort hatte sie die Schulaufsicht über zwölf Schulen und drei Planungsgruppen für Neugründungen.

Nachdem sie sich zwischenzeitlich im Staatlichen Schulamt Offenbach auch um die Aufnahme und Beratung von Flüchtlingen kümmerte, hat sie jetzt mit Freude die Leitung der Heinrich-Böll-Schule übernommen, eine Schule, die zu Schülern, Lehrern und Eltern – und zu ihr - passt. Sie möchte sich in den nächsten Wochen einarbeiten, alle kennenlernen und das bewahren, was sich bisher bewährt hat, aber auch die Augen offen halten für gute Erfahrungen anderer Schulen und die Heinrich-Böll-Schule behutsam weiterentwickeln.

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