Heimat- und Geschichtsverein plant Broschüre zu den Burg-Grabungen Am Osterbrunnen lässt es sich gut feiern

Zurzeit schickt der Ortsbrunnen Zum Wingertsgrund einen Ostergruß durch Hainhausen. Zum Ortsbrunnenfest luden der Obst- und Gartenbauverein und der Geschichts- und Kulturverein in den Westen des kleinsten Stadtteils ein. Das Foto zeigt den von links den Vorsitzenden des Geschichts- und Kulturvereins Ralf Neuhäusel, Bürgermeister Jürgen Hoffmann und Stadtverordnetenvorsteherin Anette Schweikart-Paul. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Den Platz am Ortsbrunnen erweckten die Mitglieder des Geschichts- und Kulturvereins Hainhausen (GKH) und des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) zu neuem Leben. Seit 40 Jahren plätschert Zum Wingertsgrund das Wasser in den hölzernen Bottich.

Damals feierten die Anwohner drei Feste an dem gemütlichen Plätzchen. So auch wieder in den letzten Jahren und jetzt in 2019.

Ralf Neuhäusel begrüßte als neuer Vorsitzender des GKH die 90 Besucher. Er blickte auf alte Gepflogenheiten ländlicher Bevölkerung zurück: Schon früher fanden sich Bewohner im Frühjahr am jeweiligen Brunnen ein, um diesen Instand zu setzen, aber auch um diesen als Treffpunkt für Gespräche zu nutzen. So entstanden Brunnenfeste, wie nun am Ortsbrunnen Zum Wingertsgrund.

Nach der Überarbeitung des Brunnens mit einem neuen Trog, mit einer neuen Pumpe und mit einer Verankerung des Auslasses, drehten Ralf Neuhäusel, die Stadtverordnetenvorsteherin Anette Schweikart-Paul und Bürgermeister Jürgen Hoffmann den Hahn auf. Dieses Mal kam kühles Wasser, bei der Premiere 1976 soll Wein geflossen sein. Damals machten sich Franz Schmitz, Berthold Liller und Karl-Heinz Klar stark für den Brunnenbau.

Danach pflegten Hainhäuser immer wieder das Kleinod, beispielsweise Ewald Simon.

Der Brunnen kam in die Jahre, ein neuer Trog wurde von Klaus Kredel in der Lüneburger Heide organisiert. Die Jugendberufsförderung „Rodgau 16 plus“ nahm Arbeiten in die Hand.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann würdigte das Engagement aller Beteiligten und den Ortsbrunnen als Treffpunkt. Er drückte seine Zuversicht aus, dass der Brunnen weiterhin ein Symbol ist, dass etwas bewegt werden kann. „Eine dörfliche Gemeinschaft hat auch innerhalb einer Stadt ihre Daseinsberechtigung“. Dann übergab er einen Scheck der hiesigen Sparkasse an Ralf Neuhäusel.

Anschließend gab der Chor der Eintracht Hainhausen humoristisch angehauchtes Liedgut zum Besten.

Mit seiner wunderschönen Osterdeko schickt nun die Wasserquelle österliche Grüße in die Umgebung. Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) schmückte in dreistündiger Tätigkeit die Holzkonstruktion. Helga Linduschka (OGV) bekam Blumen für die viele Arbeit, die sie sich mit der schönen Dekoration gemacht hatte. Der Obst- und Gartenbauverein brachte viele bunte Farben auf das Kleinod.

Der GKH blickte im Rahmen der Veranstaltung in die Zukunft: Planungen laufen für das nächste Jahr, womöglich lassen sich Kindergartenkinder gewinnen für die Herstellung schöner Ostersymbole.

Der Geschichts- und Kulturverein Hainhausen hat zurzeit 53 Mitglieder. Geplant ist eine neue Radarmessung an der Grabungsstätte der ehemaligen Wasserburg. Mit der Unteren Denkmalschutzbehörde wird sich danach über mögliche neue Grabungen verständigt. Außerdem soll eine Broschüre aufgelegt werden, um den Bürgern die Funde und Erkenntnisse nahe zu bringen.

Ein anderes Projekt des GKH wird eine Gedenktafel oder ein Gedenkstein sein, für alle Bürgermeister Hainhausens seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Errichtung ist auf dem Friedhof vorgesehen.

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