Initiative Nachhaltig in Rodgau informiert über Radfahrersicherheit Poolnudel ist richtiges Maß für Abstand

Die Initiative Nachhaltig in Rodgau! zeigte den korrekten Sicherheitsabstand zwischen Radfahrern und überholenden Kraftfahrzeugen. Foto: Pulwey

Rodgau (pul) – Eineinhalb Meter sind deutlich weiter, als man glaubt. Bei der Radtour der Initiative Nachhaltig in Rodgau! nutzten die Teilnehmer bunte Poolnudeln für ihr Plädoyer pro Rad und Radfahrersicherheit.

1,5 Meter Abstand müssen Autos seit Inkrafttreten der Neuregelung der Straßenverkehrsordnung am 28. April beim Überholen zu Radfahrern einhalten. Leider zeigt sich immer wieder, dass dies in Praxis selten vorkommt. „Viele Verkehrsteilnehmer wissen das gar nicht“, wiesen die Initiatoren der Aktion auf die Situation hin. Viele Autofahrer überholen viel zu dicht und rufen dadurch unnötige Gefahrensituationen herauf.

Autotüren von parkenden Wagen werden geöffnet, ohne auf den rückwärtigen Verkehr zu achten. In anderen von den Teilnehmern der Aktion erlebten Situationen wurde der Radfahrer noch angehupt, obwohl er Vorfahrt hatte, es wurde riskant überholt und dabei Radfahrer und Gegenverkehr gefährdet.

Ein Bewusstsein schaffen, durch das jeder zu seinem Recht kommt und durch das Rücksichtnahme geschaffen wird, stand bei der Poolnudelaktion im Vordergrund.

Die Gefahr ist am größten, wo kein Radweg besteht. So ging der Appell an die Stadtverwaltung, „wir sind Verkehrsteilnehmer, es muss auch für unsere Sicherheit gesorgt werden“.

Besonders in der Hegelstraße sei es gefährlich, berichteten die Mitglieder der Initiative aus ihrem Erfahrungsschatz. Durch die vielen Ausfahrten und den Lkw-Verkehr muss dort erhöhte Aufmerksamkeit an den Tag gelegt werden.

Genau wie mit den vorangegangenen Aktionen gegen falsch parkende Autos möchte Nachhaltig in Rodgau! für ein faires Miteinander unter allen Verkehrsteilnehmern werben. Autofahrerinnen und Autofahrer werden um Rücksichtnahme gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern gebeten, die durch schnelle und unüberlegte Überholmanöver in unnötige Gefahrensituationen gebracht werden könnten. Es ging bei der Aktion um mehr Achtsamkeit und Geduld, denn auch Fahrräder gehören zum Straßenverkehr.

Außerhalb geschlossener Ortschaften gelten sogar zwei Meter Abstand zwischen Zweirad und Kraftfahrzeug, hieß es aus den Reihen der Teilnehmer.

Zu den aufgelisteten Gefahrenquellen zählen auch Radwege, die Straßen kreuzen.

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